Review: The Knitter’s Handy Book of Top Down Sweaters

Ich habe in meinem letzten Beitrag erwähnt, dass ich meinen aktuellen Cardigan nach dem Buch The Knitter’s Handy Guide of Top Down Sweaters stricke. Auf Wunsch aus der Leserschaft und weil das Buch eine ausführlichere Besprechung absolut verdient, zeige ich euch heute etwas mehr daraus. Hier ist es:

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Zugegeben nicht sehr sexy, aber unglaublich praktisch. Das Buch dreht sich um Oberteile, die in einem Stück von oben nach unten gestrickt werden. Raglan ist vermutlich das bekannteste Modell, aber es gibt auch noch die Rundpasse, die eingesetzten Schultern und die Sattelschultern.

Der Clou ist, dass hier ein Baukastensystem für jede Variante in den gängigsten Größen, den gängigsten Garnstärken und den gängigsten Kragenarten geliefert wird. In der Praxis sind das viele, viele Tabellen, durch die man aber recht verständlich durchgeführt wird. So sieht beispielsweise meine aktuelle Seite aus:

Man beginnt bei jedem Schultertyp mit der gewünschten Größe auf der einen Achse (hier: Brustumfang 101,5 cm) und der vorliegenden Maschenprobe (hier: 4 Maschen pro Inch, also 16 Maschen auf 10 cm) und erhält als erstes die Anzahl der anzuschlagenden Maschen (nicht im Bild, habe ich ja schon hinter mir). Die nächsten Tabellen zeigen dann, wieviele Zunahmen welcher Art ich für wieviele Reihen machen muss. Dann kommen die Auswahlmöglichkeiten: Welcher Kragen? Pullover oder Cardigan? Taille oder keine Taille?

Das Buch schickt einen je nach Wahl quer durch den Tabellenwald, sagt einem zwischendurch aber netterweise immer wieder, wieviele Maschen man gerade vor sich haben sollte. In der Praxis ist das Ganze dann sehr viel übersichtlicher, als es zuerst den Anschein hat. Kragenvarianten, Knopfleistentipps und ähnliche Details, die erklärungsbedürftiger sind, haben eigene Kapitel.

Außerdem gibt es nützliche Hinweise, die man als Stricker immer gebrauchen kann:

Insgesamt würde ich das Buch als eines der praktischsten bezeichnen, die ich jemals in die Finger gekriegt habe. Ein bisschen Erfahrung sollte man aber mitbringen, um beurteilen zu können, ob das auch alles beim Stricken so wird, wie man sich das vorstellt. So ein Universalbuch kann natürlich nicht jede erdenkliche Variante abbilden. Wer also z.B. einen tieferen V-Ausschnitt oder einen Rollkragenpullover mit Riesenrollkragen stricken will, muss schon selbst tüfteln. Für Designer und Experimentierfreudige ist das Buch aber eine echte Fundgrube, weil man sich mit den Basisgerüsten natürlich mustermäßig wunderbar austoben kann. Ich blättere oft das Buch durch und denke an die unbegrenzten Möglichkeiten, die sich dadurch bieten. Sie sind so unbegrenzt, dass ich dann meistens gar nicht mehr weiß, was ich stricken soll, und wieder zu meiner Mustersammlung zurückkehre, bei der mir einfach jemand sagt, welches Design ich stricken soll.

Das kann das Buch aber natürlich auch:

Auf Deutsch gibt es das gute Ding leider nicht soweit ich weiß. Wer sich daran nicht stört kann definitv von diesem Buch profitieren.

Kreativer geht’s immer – 4 inspirierende Bücher

Seit mir der Sommer im Nacken hängt und jederzeit über mich und meine Strickprojekte hereinzubrechen droht, denke ich viel darüber nach, was ich denn eigentlich mache, wenn es wirklich zu heiß zum Stricken wird. Eine Weile kann man sich ja noch mit Baumwollgarn behelfen, wie mir mehrere liebe Leserinnen nach meinem letzten Beitrag zugeflüstert haben. Aber irgendwann werden Hände auch dafür zu schwitzig, meine zumindest.

Für alle, die das gleiche Problem haben und eine kreative Sommerbeschäftigung suchen oder sich generell gern kreativ weiterbilden wollen, habe ich deshalb ein paar Buchtipps. Und weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass sich viele Menschen (darunter auch gerne immer wieder ich selbst) bei der Erstberührung mit neuen kreativen Bereichen mental wie die Dreijährigen auf den Boden schmeißen und brüllen, sie könnten nicht zeichnen/malen/schreiben, habe ich Bücher ausgewählt, die sowas von motivierend sind, dass Selbstzweifel keine Chance haben.

Jetzt ist also eure Gelegenheit, euch einmal auf den Boden zu schmeißen, „ich kann aber nicht zeichnen/malen/schreiben!!!“ zu brüllen, ein bisschen mit den Beinen zu strampeln und wieder aufzustehen. Tief durchatmen. Besser? Dann können wir ja anfangen.

 

Eloise Renouf, 20 stramme Bäume und 44 weitere natürliche Dinge zeichnen


Dieses Buch finde ich unglaublich süß. Erstens, weil es das Format und Einband eines Bilderbuchs hat. Zweitens, weil „stramme Bäume“ wundervoll klingt (es gibt übrigens auch noch illustre Katzen und kesse Kleider). Und drittens, weil dieses Buch einen nicht mit Anleitungen und Lehrgängen nervt, bei denen man sich nur immer wie ein Neanderthaler am Bleistift fühlt. Stattdessen gibt es auf jeder Doppelseite ganz minimalistische Anregungen: Zeichnet 20 Eulen, zeichnet 20 Schneeflocken, zeichnet 20 Bäume. Deine Eulen sehen aus wie vom LKW überfahren? Fein! Dann zeichne noch 19 weitere!

Jede Anregung wird von einigen Zeichnungen der Autorin begleitet, die Ideen geben, aber nicht einschüchtern. Das sind die Zeichnungen, die ihr auf den Bildern oben seht. Um in Gang zu kommen kann man auch erstmal nur ein paar Zeichnungen ausmalen oder nachzeichnen. Das beruhigt den wild strampelnden inneren Kritiker ein bisschen und man wird etwas lockerer. Denn das ist das Wichtigste bei jeder kreativen Tätigkeit: dass man spielerisch und mit Freude bei der Sache ist, statt sich Gedanken darüber zu machen, ob man besser oder schlechter als andere ist und ob einen nicht die ganze Welt auslachen wird, weil man einen Stift, einen Pinsel oder eine Stricknadel in die Hand genommen hat. Spoiler: Meistens lacht niemand. Und wenn doch, lassen sich Stift, Pinsel oder Stricknadel ganz schnell zum Schlaginstrument umfunktionieren.

 

Vahram Muratyan und Élodie Chaillous, Mal-Zeit*


Dieses Buch ist vom Prinzip her genauso wie das mit den strammen Bäumen (ich könnte es immer wieder sagen. Stramme Bäume!), bietet aber noch ein bisschen mehr Hilfestellung in Sachen Inspiration und ist thematisch breiter ausgerichtet. Hier hat jede Doppelseite einen Arbeitsauftrag, der von diversen Rahmenillustrationen begleitet wird, damit man nicht völlig bei Null anfangen muss. Da wird man aufgefordert, Gesichter in Bilderrahmen, Etiketten an Weinflaschen, Cover auf Plattenlabel oder Schuhe an Damenfüße zu malen.

Ich empfinde das als noch ein bisschen einladender und inspirierender als das erste Buch (ihr wisst schon… das mit den Bäumen). Die Aufgaben sind einfach so unernst und spielerisch, dass es leicht ist, den eigenen Fähigkeiten gegenüber nachsichtig zu sein. Man kann das Buch außerdem hervorragend auf einer Party herumgehen lassen und sich hinterher über die alkoholisierten Ideen der Gäste freuen.

 

Keri Smith, How to be an Explorer of the World

   Gibt es auch auf Deutsch, heißt dann Wie man sich die Welt erlebt.

Das bekannteste Buch der Autorin ist vermutlich Mach dieses Buch fertig (Wreck this Journal), aber weil darüber schon viele kluge Blogger geschrieben haben, zeige ich euch lieber den Explorer of the World. Generell sind alle Bücher von Keri Smith durch die Bank weg empfehlenswert, weil sie inspirierend sind, zum Mitmachen auffordern und viele Ideen liefern, Kreativität in jeder Lebenslage und an jedem Ort zu leben.

How to be an Explorer of the World weckt den Blick und die Neugier für Dinge, die wir gern übersehen: eigenartig geformte Kieselsteine, Wolkenformen, die Kritzelgraffittis an den Häuserwänden. Alles will entdeckt werden! Natürlich bietet das Buch auch direkt Platz, um die eigenen Beobachtungen festzuhalten, und wird damit zum Begleiter im Abenteuer. Der aber schnell aus allen Nähten platzt, weil Keri Smith einfach unglaublich viel Lust am spielerischen Entdecken, Dokumentieren und Sammeln macht. Ich liebe ihre Bücher!

 

San Francisco Writer’s Grotto, 642 Things to Write about


Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch mit in diesen Beitrag aufnehme, weil es nur auf Englisch erhältlich ist und im Vergleich zu den drei anderen nicht mit Illustrationen aufwarten kann.  Dass Illustrationen fehlen tut der Sache aber keinen Abbruch, weil es hier ums kreative Schreiben geht. Und die Schreibanregungen sind so gut, dass ich dieses Buch jedem empfehle, der auch nur ein Fitzelchen Englisch beherrscht. Wenn man nur die Hälfte versteht und sich den Rest kreativ dazu denkt funktioniert das Ganze nämlich genauso gut wie wenn man englischer Muttersprachler in sechster Generation strammer Engländer ist.

Das Problem mit dem kreativen Schreiben ist, dass man es schwerer vormachen kann, um es anderen beizubringen. Man kann nicht wie beim Zeichnen eine Strich-für-Strich-Anleitung erstellen, sondern eigentlich nur dabei helfen, einer Fähigkeit eine Stimme zu verleihen, die jeder von uns hat: das Geschichtenerzählen. Ein Buch über kreatives Schreiben kann also im Wesentlichen entweder vormachen, wie es am Ende aussehen könnte (und dafür gibt es eigentlich auch genug gute Romane und Autobiographien auf der Welt, die man stattdessen lesen kann), oder einen dazu bringen, den inneren Kritiker in den Wald zu den strammen Bäumen zu schicken und seiner Phantasie freien Lauf zu lassen.

Und genau das tut dieses Buch mit herrlich durchgeknallten Schreibanweisungen. Schreibe einen Absatz in einer ausgedachten Sprache. Nenne fünf Dinge, von denen du dir wünschst, deine Mutter hätte sie dir nie erzählt. Schreibe den Text für einen Radiospot, in dem du selbst beworben wirst. Schreibe eine Kurzgeschichte über eine Teetasse die im Argentinien des Jahres 1932. Du weißt nichts über das Argentinien des Jahres 1932? Dann erfinde etwas! Lass dich nicht von überflüssigen Bedenken aufhalten! Lass dich von gar nichts aufhalten! Schreib was du willst!  Zeichne was du willst! Sei kreativ!

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Buchtipps inspirieren. Wenn ja, kann ich gern noch einen Beitrag mit Buchtipps für Fortgeschrittene schreiben, mein Buchregal gibt noch einiges her!

 

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*Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Review: Häkelbordüren

Heute stelle ich euch ein Buch vor, das mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar überlassen wurde:

 Ich muss gestehen, dass ich immer wahnsinnig gerne in Anleitungsbüchern für Strick- und Häkelmode blättere, aber nie ein Modell finde, das ich auch nacharbeiten möchte (ausgenommen das wunderbare „Botanical Knits 2“ von Alana Dakos). Deshalb stehen bei mir im Strickregal auch fast nur Nachschlagewerke für Lacemuster, Anschlagetechniken und Pullovertabellen. Darin kann ich stundenlang lesen und mir vorstellen, was ich alles eines Tages schönes machen werde, welches Garn wohl das beste dafür ist, zu welchen Anlässen ich es trage und auf wie viele lässige Arten ich auf die Frage, wo ich das her habe, mit „selbstgemacht“ antworten kann (Antwort: 13 und 5 verschiene Lachen).

„Häkelbordüren“ von Edie Eckman reiht sich somit bestens in meine bescheidene Handarbeitsbibliothek ein. Darin finden sich 104 verschiedene Muster für Kanten, Blenden und Spitzen, wie der Titel schon andeutet, aber dazu später mehr.

Zunächst bietet dieses Buch einen sehr schönen Erklärungsteil dazu, wo man alles eine Häkelkante dranmachen kann und worauf man achten sollte. Die Tipps finde ich selbst als erfahrenere Häklerin extrem praktisch und dazu noch gut erklärt.

     Und für Anfängerinnen gibt es auch ein paar aufbauende Worte, die ich sehr sympathisch finde:

Kommen wir aber zum Hauptteil des Buches, den Mustern. Gut finde ich, dass alle Muster sowohl mit Symbolzeichnungen wie auch schriftlich erklärt werden und Infos zu schwierigeren Maschen bereitstehen.

Die Muster selbst dagegen …

Naja.

Hier krängt das Buch wie so viele Häkelbücher an einem gewissen altmodischen Stil, der vom Stricksektor bereits vor langem Überwunden wurde. Ich erinnere mich noch an die Handarbeitsbücher, als ich in meiner Kindheit in den 80ern häkeln lernte, und die Beispiele darin sahen genauso aus – und gefielen mir damals schon nicht. Wann kommt das Häkeln endlich bei der Mode der Gegenwart an? Bleibt dieses Monopol ewig in den Händen von MyBoshi?
Wie dem auch sei, wir Handarbeitsfüchse sind ja alle in der Lage, bei einer Anleitung über die Beispielbilder hinweg zu sehen und das Potenzial eines Musters zu erkennen. Und mit dem richtigen Garn in der richtigen Farbe sind auch viele Muster aus diesem Buch durchaus brauchbar, zum Beispiel als Abschluss für Tücher oder als dekorativer Saum an einem Rock.

Essence Gel Nails – Fazit

Die Gel Nails sind runter und siehe da:

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Alles halb so wild.
Ja, die Nägel sind etwas trocken und strapaziert. Aber auch nicht so sehr, dass ich jetzt Angst um sie hätte. Die Gelschicht ging tatsächlich ohne Murren in einem Stück ab, was mir an sich schon mal besser gefallen hat als fummeliges Hantieren mit Nagellackentferner und Wattepads auf der Dachterrasse (weil sonst die ganze Wohnung nach Entferner riecht).
Ich kann mir vorstellen, dass eine Dauerbehandlung mit den essence Gel Nails at Home über Monate hinweg tatsächlich sehr anstrendend für die Nägel werden würden. Aber das muss ja auch nicht sein.

Mein Fazit deshalb: Ganz große klasse!

Essence Gel Nails at Home – der Test

Nachdem ich mir das Gelnagelsystem von essence zugelegt habe, musste ich es natürlich direkt ausprobieren. Also alles bereitgelegt: LED-Lampe, Topcoat, Basecoat, Cleanser, Primer, Wattepads, Holzstäbchen (falls was daneben geht) und natürlich Nagellack. Die Hälfte davon nicht im Bild, warum auch immer.

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Zuerst werden die Nägel mit dem Cleanser gereinigt und mit dem Primer bestrichen. Der Primer ist sehr dünnflüssig, trocknet aber schnell. Dann kommt der sehr dickflüssige Basecoat: Jeweils einen Nagel damit lackieren und für 10 Sekunden unter die Baby-LED.

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Manche schreiben im Internet, dass die Nägel unter der Lampe etwas brennen und/oder die Gelschicht sich etwas zusammenzieht, aber ich habe nichts davon erlebt. Nachdem alle 10 Nägel begelt, angeleuchtet und mit dem Cleanser abgerieben waren, sahen sie so aus:

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Ganz nett. Also nächster Schritt: NAGELLACK!

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Ich habe einen von Kiko genommen (Farbe 383 – die Produktdesigner von Kiko haben offenbar keine Freude an Sprache oder dem Leben im Allgemeinen). Ich liebe die Nagellacke von Kiko, aber unter Normalbedingungen fangen die bei mir nach etwa 24 Stunden an, übel abzusplittern. Da kann essence direkt mal zeigen was ihr Gelsystem wert ist.

Der Nagellack muss ganz normal trocknen, diesen Punkt kann man also nicht mit der Lampe abkürzen. Aber es gibt ja noch andere hilfreiche Gadgets auf der Welt.

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Nach drei Leveln Angry Birds (vielleicht auch 9, 10 wenn man etwas geschickter ist als ich …) ist der Farblack trocken und der Topcoat kommt drauf. Der sieht genauso aus wie der Basecoat und wird genauso unter der Lampe ausgehärtet, deshalb jetzt nicht nochmal Fotos.

Zum Schluss werden die Nägel nochmal mit Cleanser abgerieben und sehen dann so aus:

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Gut. Aber klebrig. Mein erster Gedanke war, dass die kleine Pippi-Lampe wohl doch nicht groß genug für die Aufgabe ist, eine dicke Gelschicht in 10 Sekunden durchzuhärten. Irgendwo im Internet hat auch schon eine Bloggerin geschrieben, dass der Topcoat nicht bei ihr trocknen wollte. Mistmistmist!

Ich habe noch ein paar Mal mit Cleanser drüberpoliert in der Hoffnung, dass es sich nur um diese ominöse Schwitzschicht handelt, die da noch klebt, aber nichts hat sich geändert. Und was jetzt? Alles wieder runter?
Da mir nichts besseres einfiel, habe ich noch mein laufendes Level Angry Birds zuende gespielt. Eine geschätzte Viertelstunde später habe ich dann noch mal meine Nägel gecheckt und siehe da: Nichts klebte mehr! Alles trocken und fest!

Die Gelschicht auf dem Nagel ist ziemlich dick und hochglänzend. Obwohl ich direkt danach meine Hände wieder ganz normal eingesetzt habe, hat das Gel keine sichtbaren Macken oder Kitschen bekommen. Es scheint also doch in der kleinen Lampe richtig durchzuhärten. Und nach den ersten 24 Stunden sieht die Maniküre noch aus wie neu – für den Kiko-Lack hat sich das essence Gelsystem also schon mal gelohnt.

Jetzt bin ich nur noch gespannt, wie sich der ganze Spaß wieder entfenen lässt bzw. wie lange er von allein hält. Der Test läuft!

Essence Gel Nails at Home

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Ich bin jetzt echt lange um das Gelsystem von essence herumgeschlichen. Letztes Jahr sind die Do-it-Yourself-Gelnägel ja nur so aus dem Boden geschossen und von den meisten hatte ich den Eindruck, dass sie furchtbar aufwendig, der totale Reinfall oder gleich beides auf einmal sind. Wenn ich meine Fingernägel in Aceton baden muss um einen Nagellack abzukriegen, dann ist der Lack nichts für mich. Und mag er noch so toll sein.

Die essence Gel Nails at Home jedenfalls hatten zumindest den Vorteil, dass sie einen günstigen Einstiegspreis haben und mit ganz normalen Nagellacken funktionieren. Letzterer Punkt war besonders interessant für mich und meine kleine Lacksammlung. Das Konzept ist an sich ganz klug: Der Nagellack wird zwischen zwei Gelschichten eingeschlossen, das ganze wirkt und hält dadurch (so das Herstellerversprechen) wie ein professioneller Gelnagel aus dem Studio. Und zum Entfernen muss man die ganze Lackschicht einfach nur an einer Ecke anknibbeln und kann sie dann in einem Stück abziehen. So weit so gut.

Die Bloggermeinungen zu der ganzen Geschichte gehen ziemlich auseinander. Manche halten die Gel Nails at Home für die beste Erfindung seit geschnittenem Brot, andere für ganz großen Mist, weil das Abziehen des Lacks den Naturnagel in Mitleidenschaft zieht. Und das ist natürlich nicht schön.

Ich habe also lange gezögert. Nur zum Ausprobieren und dann verstauben lassen wollte ich mir kein dickes fettes LED-Lackaushärtungsgerät anschaffen, egal wie günstig das System ist. Aber siehe da, essence hat ein neues Gerät rausgebracht:

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Eine Baby-LED-Lampe! Ist die nicht süß? Und so klein, dass sie zur Not auch ohne schlechtes Gewissen in irgendeiner Schublade verrotten kann. Aber eigentlich hoffe ich ja, dass ich gut mit den essence-Gelnägeln klarkomme.

Was die Nagelschäden beim Abziehen des Lacks angeht, ist mir wiederum aufgefallen, dass meine Nägel ohnehin schon rgelmäßig so aussehen. Normalen Nagellack knibbel ich nämlich ganz oft während eines Arbeitstages ab statt Nagellackentferner zu benutzen. Danach sehen die Nägel auch immer angegriffen und rau aus, aber das gibt sich nach einer Runde Nagelöl jedesmal wieder. Wenn es also weiter nichts ist, scheint mir das essence Gelsystem ganz gut zu sein. Ich bin bereit für den Test!