Es ist da!

Es ist so weit: Mein Buch ist bei Amazon & Co. erhältlich!

Vorerst nur als eBook, vielleicht kommt später noch eine Taschenbuchausgabe hinzu. Ihr findet es hier bei Amazon, aber natürlich auch bei anderen Buchhändlern wie Thalia.

Für wen ist dieses Buch? Für jeden, der schon immer gern zeichnen, malen, schreiben oder sonstwie kreativ sein wollte, sich aber nie so richtig getraut hat. Für jeden, der bereits zeichnet, malt, schreibt oder anders kreativ ist, aber sich gehemmt fühlt. Dass es sehr vielen Menschen so geht, zeigen mir immer wieder zwei Dinge: Erstens das Sätzchen „Ich wünschte, ich könnte auch so zeichnen (schreiben, stricken, etc.)!“ das so viele Menschen fast schon mantrahaft herunterleiern, sobald sie jemanden sehen, der seine Kreativität auslebt. Und zweitens der unglaubliche Erfolg, den Blankobücher á la Moleskine, Leuchtturm und Paperblanks seit Jahren haben. So ziemlich jeder mag diese kleinen Notizbücher, fast jeder besitzt eins, aber kaum jemand hat mehr als die ersten paar Seiten gefüllt.

Und das ist genau der Punkt, an dem mein Buch ansetzt. Hier die ersten Sätze aus der Einleitung:

Gehörst du auch zu den Leuten, die in Buchhandlungen und Schreibwarenläden von diesen hübschen Notizbüchern magisch angezogen werden? Du weißt schon, welche ich meine: handliches Format, elegant abgerundete Kanten, Gummibandverschluss, manche in zeitlosem Schwarz, manche mit wundervollen Umschlagmotiven. Im Inneren haben sie leere Seiten, die nur auf dich gewartet zu haben scheinen. Du kaufst das Buch, trägst es mit klopfendem Herzen nach Hause, malst dir aus, womit du das Buch füllen wirst – aber wenn du dann zuhause bist, findest du einfach den Anfang nicht. Nichts scheint dir gut genug, um dieses schöne Buch zu entweihen. Alles, was du schreiben, zeichnen, gestalten könntest, kommt dir mit einem Mal lächerlich vor. Und somit wandert das Notizbuch in eine Ecke des Bücherregals, aus der es niemals mehr herauskommt, und in der vielleicht schon viele unberührte Bücher dieser Art stehen.

Ich möchte dir Wege zeigen, diese Bedenken zu überwinden und deine Notizbücher mit kreativen, bedeutsamen Dingen zu füllen, die du noch in vielen Jahren gerne durchblättern wirst. Und noch mehr als das: Ich möchte dir beibringen, in jeder Hinsicht ein kreativeres Leben zu führen. Denn ich bin überzeugt davon, dass die verstohlene Sehnsucht, mit der du dich zu Blankobüchern hingezogen fühlst, ein Ruf deines Herzens nach mehr Kreativität ist. Denn noch bevor du mit deinen Bedenken und Selbstzweifeln jede weitere Entfaltung im Kern erstickst, ist da ein Teil von dir, der in den leeren Seiten des Notizbuches eine Einladung sieht, alles zu sagen, zu zeichnen, zu malen, zu gestalten, was du willst. Dieser Teil von dir hat all die Jahre überlebt, trotz allen „Das will doch keiner hören“ und trotz jedem „Ich bin da nicht gut drin“. Dieser Teil sagt in dem Moment, in dem du das Notizbuch in die Hand nimmst, ganz leise: „Was ich denke und fühle ist wichtig!“ Und diese Stimme hat Recht, es ist wichtig. Ich bin überzeugt davon, dass Kreativität nichts ist, was nur wenigen Auserwählten und mit Talent begabten zusteht, sondern eine universelle Sprache des Herzens ist, die jeder von uns entwickeln kann. Und ich bin überzeugt davon, dass ein kreativeres Leben ein erfüllteres, glücklicheres Leben bedeutet. Kreativ sein bedeutet, mehr man selbst zu sein, ein authentischeres Leben zu führen, enger mit der Welt verbunden zu sein, intensiver zu leben.

Ich hoffe sehr, dass mein Buch dem einen oder anderen von euch weiterhilft!

Advertisements

Rrrrrunde Zwei!

Das Wichtigste voran: Vielen Dank euch allen für eure Kommentare zu meinen beiden Cover-Entwürfen! Ich bin extrem froh, euch meine Ideen vorab als Testlauf gezeigt zu haben, denn ich hatte zu diesem Zeitpunkt so viele Bilddatenbanken durchgeblättert, dass mir vermutlich sogar ein Foto von einer alten Bananenschale wie eine gute Idee vorgekommen wäre.

Die Luftballons sind auf jeden Fall raus, das Motiv scheint es tatsächlich schon oft genug gegeben  zu haben. Drin bleibt der Farbspritzer auf Asphalt, den ich nochmal umgefärbt und mit einer anderen Schriftart versehen habe:

Dann habe ich noch einen weiteren Entwurf gebastelt. An der Wand über dem Schreibtisch, auf dem das Motiv entstanden ist, gefallen mir die Sprenkel auf jeden Fall schon mal gut.

 

Definitiv besser als die erste Runde, was meint ihr?

Die Idee, die einige von euch hatten, Kreativ-Werkzeug oder sogar mich selbst für das Cover zu fotografieren, fand ich sehr schön – sie gehen nur leider völlig über meine fotografischen Fähigkeiten bzw. über mein Budget. Ich behalte die Option aber im Hinterkopf.

Publikumsjoker, bitte!

Ich brauche mal kurz eure unverbrauchten Augen. Nachdem ich zwei verschiedene Entwürfe für mein Buchcover gebaut und beide gefühlte 50 Stunden angestiert habe, kann ich absolut nicht mehr sagen, welches mir besser gefällt. Kann ich eure Meinung dazu hören?

Hier habe ich einmal Cover Nummer 1 …

… und dann noch Cover Nummer 2:

Cover 1 empfinde ich als aufgeräumter und direkter, befürchte aber, dass es zu rau und martialisch wirkt. Cover 2 ist ganz süß … oder zu süß?
Was meint ihr?

Ich habe ein Buch geschrieben. Echt jetzt.

Ich möchte heute etwas mit euch teilen, was ich schon seit langer, langer Zeit mit mir herumtrage. Dafür muss ich aber erstmal etwas ausholen.

Alles fing mit einem Blogbeitrag an, den ich vor fast zwei Jahren verfasst habe. Es war Mai, es war heiß, ich habe wenig gestrickt und wollte aber trotzdem bloggen und habe deshalb einige Kreativbücher vorgestellt, die ich gern mag. In ihnen ging es vor allem ums Malen und Schreiben – beides Dinge, die ich sehr gerne und viel tue, auch wenn ich hier selten darüber berichte.

Jede kreative Tätigkeit, sei es nun das Malen, Schreiben, Stricken, Tanzen, Singen oder sonstwas, scheint eine ganz eigenartige Wirkung auf uns zu haben. Einerseits fühlen sich viele von uns unwiderstehlich von der Vorstellung angezogen, selbst etwas zu erschaffen, unsere eigenen Ideen und Fantasien zum Ausdruck zu bringen. Auf der anderen Seite sind wir voller Widerstand. Wie oft hört man als Strickende Kommentare wie „Ach ja, das find ich toll, aber das könnte ich ja nicht.“ Beim Thema Zeichnen oder Schreiben wird es noch schlimmer, da hört man dann gnadenlose Selbstschikane wie „Ich kann nicht zeichnen“, „Ich bin nicht kreativ“, „Auf solche Ideen käme ich nie“, „Da bin ich zu ungeschickt für“ und so weiter. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs der Schläge, mit denen so viele Menschen ihr eigenes Bedürfnis nach Kreativität kleinknüppeln. Wir verweigern uns die Möglichkeit, unsere Kreativität zu entfalten, indem wir uns an unmöglichen Maßstäben messen und gnadenlos kritisieren. Zeichnen oder Schreiben zu lernen ist nicht nur eine Frage von Techniken, sondern eine lange, lange Verhandlung mit dem inneren Kritiker.

Ich weiß das so genau, weil ich den ganzen langen Weg selbst gegangen bin. Ich bin keines dieser mythischen Wunderkinder, denen ein Talent zum Geschichtenerzählen in die Wiege gelegt worden ist und das schon in der Grundschule die ganze Lehrerschaft mit goldigen Aufsätzen zu Tränen gerührt hat. Die Wahrheit ist, dass ich viele, viele Jahre gebraucht habe, um den inneren Widerstand von „das kann ich nicht“ und „das will doch keiner hören“ zu überwinden und mit dem Schreiben zu beginnen. Dass ich mittlerweile meinen Lebensunterhalt damit verdiene, für zwei Blogs schreibe und trotzdem niemand mit faulen Eiern nach mir wirft, kommt mir trotzdem noch manchmal vor wie ein Wunder.

Zurück zum Thema. Als ich damals den Blogbeitrag über diese vier Kreativitätsbücher verfasst habe, habe ich viel über innere Widerstände und Selbstzweifel nachgedacht und darüber, wie ich damit klargekommen bin. Und obwohl auch da wieder diese kleine Stimme mit „das will doch keiner hören“ war, war ich mir sicher, dass meine Erfahrungen auch anderen helfen können, die mit ihren inneren Kritikern kämpfen.

Nun war das ganze Thema aber zu groß für den Blogbeitrag mit den Buchvorstellungen. Und auch für einen eigenen Blogbeitrag über Kreativität war es zu groß. Auch für einen Mehrteiler. Kurz und gut, ich habe also ein Buch geschrieben. (Ich habe ein Buch geschrieben! Gott, ich kann es selbst kaum glauben.)

Kreativitätsratgeber gibt es wie Sand am Meer, ich weiß. Ich denke aber, dass ich einen Ansatz gefunden habe, den es bisher noch nicht gab, oder der mir zumindest noch nicht begegnet ist (und ich habe wirklich viele Kreativitätsratgeber gelesen). Weil meine Methode nicht in einem lapidaren „Hör doch einfach nicht auf deinen inneren Kritiker“ besteht, sondern diesen inneren Kritiker tatsächlich zum Schweigen bringen kann. Oder ihn zumindest leiser dreht.

Das Ding ist, ich bin weder Diplompsychologin noch kann ich auf jahrelange Workshoperfolge oder sonst ein Expertentum zurückblicken. Aber ich habe ja auch nicht Strickologie studiert und trotzdem kommt zum Beispiel ihr auf meinen Blog und schaut euch meine Stricksachen an, ohne mit faulen Eiern zu werfen. Und ich nehme mal an, ihr kommt auch nicht her, weil ihr meint, ich könne besser stricken als jeder andere, sondern weil ich wie ihr das Stricken liebe und Spaß daran habe und Fehler mache und manchmal alles in die Ecke werfen will. Manchmal braucht man keinen Experten, manchmal braucht man nur jemanden, dem es genauso geht wie einem selbst. Und genau so habe ich dieses Buch geschrieben. Nicht als Expertin für Kreativität oder Psychologie oder Kunst, sondern ganz einfach nur als Expertin für mich selbst und mit der Hoffnung, dass es anderen hilft, ihren eigenen kreativen Weg weiter zu verfolgen.

Im Moment bereite ich mein Buch für die Veröffentlichung als eBook vor und überlege noch, welchen Preis ich dafür festlegen werde. Mich interessiert brennend, was ihr im Allgemeinen von Kreativitätsratgebern haltet. Lest ihr sie gerne? Findet ihr sie hilfreich? Inspirierend? Überflüssig? Habt ihr Favoriten?