Nicht noch eine Abnehm-Geschichte!

Das Internet ist ja voll von Blogbeiträgen, Facebook-Postings und Werbebanner à la „So verlor ich 50 kg in drei Monaten“. Ich habe deshalb eine ganze Weile überlegt, ob ich zu diesem Thema auch noch meinen Senf abgeben muss. Und bin zu dem Schluss gekommen: ja, muss ich. Aber keine Angst, von mir gibt es zumindest keine Wampen-Selfies.

Ich habe in den vergangenen 9 Monaten etwa 8 bis 10 Kilo abgenommen. Ganz genau weiß ich nicht, wieviel es sind, weil meine Waage nicht sehr zuverlässig ist. Aber ich weiß noch, dass der Anästhesist bei meiner Weisheitszahn-OP vor einigen Jahren 67 Kilo notiert hat und eine Körperfettmessung meiner Krankenkasse vor einigen Tagen nur noch 57 Kilo. Vor allen Dingen habe ich es aber daran gemerkt, dass ich bei Stickmustern, für die ich jedes Mal Brust-, Taillen- und Hüftumfang messe, in den letzten Monaten von Größe L auf Größe S runtergehen konnte. Und ich merke es, wenn ich die Fotos ansehe, die ich in den letzten Monaten für den Lanade-Blog von mir gemacht habe. Beispiel: Ich mit dem „Strandgut“-Top, dünne Baumwolle, nichts drunter, Juli 2016, und ich mit meinem „Dip Dye“-Pullover, dicke Wolle, Shirt drunter, Mai 2017.

Körperwahrnehmung ist eine seltsame Sache. Als Teenager habe ich Kleidergröße 36 getragen und mich fett gefühlt. Als Erwachsene habe ich Größe 40 getragen und war zufrieden mit mir. Bis ich mich ganz plötzlich, ohne dass auch nur ein einziges Kleidungsstück gezwickt oder gekniffen hätte, extrem unwohl mit meinem Körper gefühlt habe. Das war etwa im Sommer letzten Jahres. Und als ich vom Wollfest Hamburg zurückkam und feststellte, dass ich vor lauter Wolleguckerei und Aufregung in drei Tagen weniger Süßigkeiten und Mist gegessen hatte als sonst an einem einzigen Tag und trotzdem noch lebte, beschloss ich: Jetzt nehme ich ab.

Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich ernsthaft versuchte, mein Gewicht zu reduzieren. Und die Probleme, auf die ich stieß, waren denen erstaunlich ähnlich, die ich im kreativen Bereich erlebt und in meinem Buch beschrieben habe. „Ich kann nicht malen!“ läuft auf der gleichen Schiene wie „ich kann nicht abnehmen!“, weil beides mit ungerechten Vergleichen arbeitet. Im einen Fall erwartet man von sich selbst, auf Anhieb die gleichen Meisterwerke zu produzieren wie ein Profikünstler, der etliche Jahrzehnte der Übung hinter sich hat (und beschimpft sich selbst im Falle des unausweichlichen Versagens). Im anderen Fall erwartet man von sich selbst, sofort wie Superstar XY auszusehen, nur weil man sich mal einen Riegel Schokolade verkniffen hat oder tapfer um den Block gerannt ist (und beschimpft sich selbst im Falle des unausweichlichen Versagens). Und während die Gesellschaft im Falle von Kreativität dazu neigt, die Schultern zu zucken und die Meisterwerke den Meistern zu überlassen, neigt sie leider auch dazu, jedem ein schlechtes Gewissen zu machen, der nicht unrealistischen Schönheitsidealen entspricht.

2014 habe ich schon mal über Schönheitsideale geschrieben und darüber, wie wichtig es ist, seinen Körper zu akzeptieren. Dieser Meinung bin ich auch immer noch. Aber leider gibt auch es sehr nebelige Grenzen zwischen Selbstakzeptanz („ich mag mich so, wie ich bin“) und trotziger Selbstvernachlässigung („Abnehmen ist nur was für Magerwahn-Opfer!“). Genauso, wie es eine nebelige Grenze gibt zwischen liebevoller Selbstfürsorge durch mehr bewegen und weniger essen, und liebloser Selbstbestrafung durch mehr bewegen und weniger essen. Genauso wie Tattoos eine Form der Selbstbestimmung sein können, aber auch eine Form der Selbstverletzung.

Ich glaube, es gibt kein Patentrezept, um auf der besseren Seite der Medaille zu bleiben. Man kann immer nur jeden Schritt einzeln überprüfen und sich immer wieder fragen: Warum mache ich das gerade? Warum will ich nicht abnehmen? Weil ich meinen Körper liebe oder weil ich es mir nicht zutraue, es gebacken zu kriegen? Warum will ich jetzt dieses Stück Schokolade essen? Weil ich Lust darauf habe oder weil ich unglücklich bin? Warum will ich jetzt ein Workout machen? Weil es sich gut anfühlt oder weil ich mich für das Stück Schokolade von vorhin bestrafen will?

Ich habe außerdem herausgefunden, dass es für mich auch noch etwas zwischen einem Leben auf dem Sofa und täglicher Demütigung im Fitnessstudio zwischen durchtrainierten Sportfreaks gibt. Auch das erforderte eine Überwindung des kategorischen „kann ich nicht, will ich nicht, schaff ich nicht“ und zum ersten Mal die Frage: Was mache ich denn eigentlich gerne? Die Antwort: Laufen. Alle anderen Sportarten hasse ich wie die Pest, besonders Mannschaftssportarten, die mich an meine Zeit als pummeliges Kind im Sportunterricht erinnern: Immer die letzte, die beim Völkerball in eine Mannschaft gewählt wird, und immer die erste, die den Ball ins Gesicht gedonnert kriegt (und am Rand immer der Sportlehrer brüllend: „Geh ran, Nina, so wird das nix!“ – ach was, Sherlock!). Aber Laufen ist etwas, was mir Spaß macht. Leider sehe ich beim Laufen nicht so gut aus wie alle anderen Jogger, die ich sehe. Ich kriege keine frischen Apfelbäckchen und ein possierliches Schweißperlchen auf der Stirn, ich sehe aus, als hätte mich ein Schnellzug mitgeschleift.

Die Lösung war für mich die Anschaffung eines Laufbandes. Kostet etwas Geld, ja. Nimmt Platz weg, ja. Nimmt aber auch einen großen Teil der Hemmungen, regelmäßig zu laufen (inklusive Klassiker wie „Heute geht es nicht, es regnet!“) und setzt ein sichtbares Zeichen für mein Unterbewusstsein: Ich bin es mir wert und ich kriege das hin.

Und erstaunlicherweise kriege ich es tatsächlich hin. Ganz ohne Diätdrinks und Ernährungsplan, ohne Kalorien- oder Punktezählen, einfach nur mit dem guten alten weniger Mist essen, mehr bewegen. Natürlich kann man schneller und spektakulärer abnehmen als ich es tue. Es gibt auch Menschen, die besser schreiben, stricken und zeichnen als ich. Aber dieses ewige Vergleichen der kreativen Leistungen und körperlichen Werte mit anderen ist am Ende nur eine Art, sich selbst anzugreifen. Selbst wenn ein Vergleich zu meinen Gunsten ausfällt, gibt mir das nicht mehr als einen kurzen Kick, von dem nach ein paar Minuten nichts Positives mehr übrig ist. Ein rücksichtsvolle Umgang mit meinem Körper, meinen Bedürfnissen und meinen Grenzen dagegen fühlt sich länger gut an als nur für den Moment. Das ist etwas Gutes für das ganze Leben.

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In Sommerlaune? Pech gehabt!

Aufgepasst Leute, ich habe schlechte Nachrichen: Der Sommer ist jetzt zuende. Bitte räumt sofort die Gartenmöbel rein, lasst euer Eis auf den Gehweg fallen und löscht die Grillkohle. Die Würstchen dürft ihr ausnahmsweise in der Pfanne zuende braten, aber dass mir keiner unter freiem Himmel isst! Ja, ist blöd jetzt, weiß ich auch selber. Aber bei Drops ist heute die Vorschau auf die neue Kollektion für Herbst/Winter veröffentlicht worden, deshalb habe ich beschlossen, dass der Sommer übersprungen wird. Zumindest für heute.   


Auf der Seite von Garnstudio Drops kann man wieder abstimmen, welche Muster veröffentlicht werden. Ich habe allerdings den starken Verdacht, dass am Ende eh alle Modelle übernommen werden, wo sie doch schon entworfen, gestrickt und schön fotografiert sind. Mir soll es recht sein – ich stimme trotzdem jedesmal mit großer Begeisterung mit ab und habe auch schon einige Favoriten in dieser Kollektion. 

Wollen wir zusammen ein bisschen durchschauen?

  

Es gibt wieder einen bunten Mix aus Zopf-, Ajour- und Fair-Isle-Mustern an allerlei warmen Pullovern, Jacken und dergleichen. Vieles davon sieht sehr tragbar aus, so wie diese Strickjacke oben im Bild aus Drops Air. 

  

Allerdings scheint der Trend auch stark zum Kartoffelsack Oversize-Look zu tendieren. Oder musste hier ein Mini-Model für eine verhinderte Plus-Size-Kollegin einspringen? Macht Drops etwa einen Schritt zurück in die Pulloverpassformen der 80er? Ich behalte dich im Auge, Drops! 

  

Dann gibt es natürlich die obligatorischen Scheußlichkeiten wie die oben abgebildete menschliche Wärmflasche. Ich wäre aber auch bitter enttäuscht, wenn ich in einer Drops-Kollektion nichts finden würde, was mich losprusten ließe. Traditionen wollen eingehalten werden. 

  
Dafür habe ich aber auch ein paar Modelle, auf die ich schon richtig, richtig gespannt bin. Zum Beispiel dieser Häkelpullover aus Drops Puna. Gut, das Altrosa ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Aber das Ganze in Schwarz und die Ärmel gestrickt statt gehäkelt …? Das Alpaka-Garn gibt dem Häkelteil genau die richtige Geschmeidigkeit und der gerundete Saum gefällt mir sehr gut. Und schon ist es wieder da, dieses Kribbeln in den Fingern!

Ich seh schon, ihr wollt zurück in euren Sommer. Dann gebe ich euch noch schnell dieses fesche Höserl mit auf den Weg. Na, kann das was?

  

  

Schneckenstrick

Es ist ganz eigenartig in der letzten Zeit: Ich stricke und stricke, aber irgendwie passiert einfach nichts. Was vermutlich daran liegt, dass ich mit unglaublich feinem Garn stricke, nämlich Madelinetosh Prairie. 

Lace-Garn ist was für Leute, die viel Zeit, viel Geduld oder viel Freude an Selbstquälerei haben. Ich habe eigentlich nichts von den dreien und bin deshalb ein wenig irritiert, wie ich eigentlich auf die Idee gekommen bin, einen ganzen vermaledeiten Cardigan aus Lacegarn anzufangen. Ich erinnere mich nur noch, dass Caro mir schrieb, bei Lanade gäbe es jetzt auch Madelinetosh Prairie. Danach habe ich irgendwie eine Erinnerungslücke. Und das nächste, was ich wieder weiß, ist dass ich auf dem Sofa saß und etwa 2000 Maschen Madelinetosh Prairie auf der Nadel hatte. Schöne Farbe immerhin. Ich zeige das fertige Stück dann irgendwann im Sommer. 2019!

Restlos begeistert bin ich derweil von den neuen Plastiknadeln von Prym. Nachdem ich sie auf der Messe in Köln ausprobieren durfte, habe ich mir direkt ein paar Nadelspiele mit diesen knubbeligen Spitzen zugelegt und bei verschiedenen Projekten ausprobiert. Selbst Lacemuster mit mehrfachen Abnahmen und Überzügen funktionieren damit hervorragend. Wenn man sehr fest strickt, könnte es vielleicht schwierig werden, mit der verdickten Spitze durch mehrere Maschen zugleich zu kommen. Für mich als Lockerstrickerin sind sie aber super. Und der Kunststoff ist der angenehmste, der mir bisher bei Stricknadeln untergekommen ist. 

Es ist da!

Es ist so weit: Mein Buch ist bei Amazon & Co. erhältlich!

Vorerst nur als eBook, vielleicht kommt später noch eine Taschenbuchausgabe hinzu. Ihr findet es hier bei Amazon, aber natürlich auch bei anderen Buchhändlern wie Thalia.

Für wen ist dieses Buch? Für jeden, der schon immer gern zeichnen, malen, schreiben oder sonstwie kreativ sein wollte, sich aber nie so richtig getraut hat. Für jeden, der bereits zeichnet, malt, schreibt oder anders kreativ ist, aber sich gehemmt fühlt. Dass es sehr vielen Menschen so geht, zeigen mir immer wieder zwei Dinge: Erstens das Sätzchen „Ich wünschte, ich könnte auch so zeichnen (schreiben, stricken, etc.)!“ das so viele Menschen fast schon mantrahaft herunterleiern, sobald sie jemanden sehen, der seine Kreativität auslebt. Und zweitens der unglaubliche Erfolg, den Blankobücher á la Moleskine, Leuchtturm und Paperblanks seit Jahren haben. So ziemlich jeder mag diese kleinen Notizbücher, fast jeder besitzt eins, aber kaum jemand hat mehr als die ersten paar Seiten gefüllt.

Und das ist genau der Punkt, an dem mein Buch ansetzt. Hier die ersten Sätze aus der Einleitung:

Gehörst du auch zu den Leuten, die in Buchhandlungen und Schreibwarenläden von diesen hübschen Notizbüchern magisch angezogen werden? Du weißt schon, welche ich meine: handliches Format, elegant abgerundete Kanten, Gummibandverschluss, manche in zeitlosem Schwarz, manche mit wundervollen Umschlagmotiven. Im Inneren haben sie leere Seiten, die nur auf dich gewartet zu haben scheinen. Du kaufst das Buch, trägst es mit klopfendem Herzen nach Hause, malst dir aus, womit du das Buch füllen wirst – aber wenn du dann zuhause bist, findest du einfach den Anfang nicht. Nichts scheint dir gut genug, um dieses schöne Buch zu entweihen. Alles, was du schreiben, zeichnen, gestalten könntest, kommt dir mit einem Mal lächerlich vor. Und somit wandert das Notizbuch in eine Ecke des Bücherregals, aus der es niemals mehr herauskommt, und in der vielleicht schon viele unberührte Bücher dieser Art stehen.

Ich möchte dir Wege zeigen, diese Bedenken zu überwinden und deine Notizbücher mit kreativen, bedeutsamen Dingen zu füllen, die du noch in vielen Jahren gerne durchblättern wirst. Und noch mehr als das: Ich möchte dir beibringen, in jeder Hinsicht ein kreativeres Leben zu führen. Denn ich bin überzeugt davon, dass die verstohlene Sehnsucht, mit der du dich zu Blankobüchern hingezogen fühlst, ein Ruf deines Herzens nach mehr Kreativität ist. Denn noch bevor du mit deinen Bedenken und Selbstzweifeln jede weitere Entfaltung im Kern erstickst, ist da ein Teil von dir, der in den leeren Seiten des Notizbuches eine Einladung sieht, alles zu sagen, zu zeichnen, zu malen, zu gestalten, was du willst. Dieser Teil von dir hat all die Jahre überlebt, trotz allen „Das will doch keiner hören“ und trotz jedem „Ich bin da nicht gut drin“. Dieser Teil sagt in dem Moment, in dem du das Notizbuch in die Hand nimmst, ganz leise: „Was ich denke und fühle ist wichtig!“ Und diese Stimme hat Recht, es ist wichtig. Ich bin überzeugt davon, dass Kreativität nichts ist, was nur wenigen Auserwählten und mit Talent begabten zusteht, sondern eine universelle Sprache des Herzens ist, die jeder von uns entwickeln kann. Und ich bin überzeugt davon, dass ein kreativeres Leben ein erfüllteres, glücklicheres Leben bedeutet. Kreativ sein bedeutet, mehr man selbst zu sein, ein authentischeres Leben zu führen, enger mit der Welt verbunden zu sein, intensiver zu leben.

Ich hoffe sehr, dass mein Buch dem einen oder anderen von euch weiterhilft!

Eine unerwartete Wendung (und ein Pullover)

Ich denke, ich habe in den letzten Tagen viel über das Entwerfen von Buchcovern gelernt. Zum Beispiel folgendes:

1. Wenn man Farben auf ein Blatt Papier kleckst, hat man noch nicht automatisch ein tolles Motiv.

2. Wenn man Farben auf ein Blatt Papier kleckst, hat man aber fast immer automatisch auch eine interessant bekleckste Wand darüber.

3. Ich kann offenbar nicht mal eben so ein tolles Buchcover aus dem Ärmel schütteln.

4. Andere können das aber durchaus – so wie die liebe Katy, die gelernte Grafikerin, gute Seele und Leserin meines Blogs ist und mir nach meinem letzten Beitrag angeboten hat, mir bei der Covergestaltung zu helfen. Jetzt hat mein Buchcover professionelle Kleckse, professionelle Schrift und sogar ein professionelles Logo, was mir nie im Leben eingefallen wäre. Vielen Dank, Katy!

Das Buch mitsamt seinem hübschen Cover ist bereits an den eBook-Publisher geschickt und wartet auf Freigabe. Sobald es durch ist, folgt die große Präsentation!

Etwas, was ich übrigens in den letzten Tagen fertigstellen konnte, ohne meine Zimmerwände in Mitleidenschaft zu ziehen, ist mein Alpaka-Pullover:

Es ist mir tatsächlich gelungen, den Wettlauf mit dem Wetter zu gewinnen und das Teil genau zum Einbruch der Kältephase fertig zu kriegen. Optimal!

Die fairAlpaka DK hat mich in mehrfacher Hinsicht positiv überrascht: erstens weil sie mir zweimaliges Ribbeln ohne Groll verziehen hat, zweitens weil sich das alpakatypische unruhige Maschenbild nach dem Baden komplett geglättet hat und drittens weil mich der Pulli absolut nicht piekst, auch am Hals nicht. Dass er zum Irrewerden flauschig ist überrascht mich nicht, das habe ich mir schon vorher gedacht.

Das Muster ist „Drijfhout“ von Isabell Kraemer, eine etwas aufgemotzte Version des Driftwood-Pullovers. Ja, man kann auch den kostenlosen Driftwood auf die Maschenprobe der fairAlpaka DK umrechnen. Aber ich finde es eine gute Sache, Strickdesigner zu unterstützen und ihre Arbeit zu würdigen, und jeder, der sagt ich sei zu faul zum Umrechnen, ist ein gemeiner Lügner und soll sich was schämen.

Die tiefe Knopfleiste habe ich übrigens über die Länge der untersten drei Knöpfe zugenäht. So erhält die ganze Leiste Stabilität, die dem extrem geschmeidigen Alpaka-Garn ja leider manchmal abgeht, und ich muss mir keine Gedanken über ungewollte Entblößungen machen. Die Profi-Füchse unter den Strickerinnen sparen sich dann auch gleich die Knopflöcher und nähen die Knöpfe einfach auf die Leiste, aber naja. Ich wollte Isabell Kraemers Arbeit als Designerin von Knopflöchern würdigen.

Rrrrrunde Zwei!

Das Wichtigste voran: Vielen Dank euch allen für eure Kommentare zu meinen beiden Cover-Entwürfen! Ich bin extrem froh, euch meine Ideen vorab als Testlauf gezeigt zu haben, denn ich hatte zu diesem Zeitpunkt so viele Bilddatenbanken durchgeblättert, dass mir vermutlich sogar ein Foto von einer alten Bananenschale wie eine gute Idee vorgekommen wäre.

Die Luftballons sind auf jeden Fall raus, das Motiv scheint es tatsächlich schon oft genug gegeben  zu haben. Drin bleibt der Farbspritzer auf Asphalt, den ich nochmal umgefärbt und mit einer anderen Schriftart versehen habe:

Dann habe ich noch einen weiteren Entwurf gebastelt. An der Wand über dem Schreibtisch, auf dem das Motiv entstanden ist, gefallen mir die Sprenkel auf jeden Fall schon mal gut.

 

Definitiv besser als die erste Runde, was meint ihr?

Die Idee, die einige von euch hatten, Kreativ-Werkzeug oder sogar mich selbst für das Cover zu fotografieren, fand ich sehr schön – sie gehen nur leider völlig über meine fotografischen Fähigkeiten bzw. über mein Budget. Ich behalte die Option aber im Hinterkopf.

Publikumsjoker, bitte!

Ich brauche mal kurz eure unverbrauchten Augen. Nachdem ich zwei verschiedene Entwürfe für mein Buchcover gebaut und beide gefühlte 50 Stunden angestiert habe, kann ich absolut nicht mehr sagen, welches mir besser gefällt. Kann ich eure Meinung dazu hören?

Hier habe ich einmal Cover Nummer 1 …

… und dann noch Cover Nummer 2:

Cover 1 empfinde ich als aufgeräumter und direkter, befürchte aber, dass es zu rau und martialisch wirkt. Cover 2 ist ganz süß … oder zu süß?
Was meint ihr?