Eine unerwartete Wendung (und ein Pullover)

Ich denke, ich habe in den letzten Tagen viel über das Entwerfen von Buchcovern gelernt. Zum Beispiel folgendes:

1. Wenn man Farben auf ein Blatt Papier kleckst, hat man noch nicht automatisch ein tolles Motiv.

2. Wenn man Farben auf ein Blatt Papier kleckst, hat man aber fast immer automatisch auch eine interessant bekleckste Wand darüber.

3. Ich kann offenbar nicht mal eben so ein tolles Buchcover aus dem Ärmel schütteln.

4. Andere können das aber durchaus – so wie die liebe Katy, die gelernte Grafikerin, gute Seele und Leserin meines Blogs ist und mir nach meinem letzten Beitrag angeboten hat, mir bei der Covergestaltung zu helfen. Jetzt hat mein Buchcover professionelle Kleckse, professionelle Schrift und sogar ein professionelles Logo, was mir nie im Leben eingefallen wäre. Vielen Dank, Katy!

Das Buch mitsamt seinem hübschen Cover ist bereits an den eBook-Publisher geschickt und wartet auf Freigabe. Sobald es durch ist, folgt die große Präsentation!

Etwas, was ich übrigens in den letzten Tagen fertigstellen konnte, ohne meine Zimmerwände in Mitleidenschaft zu ziehen, ist mein Alpaka-Pullover:

Es ist mir tatsächlich gelungen, den Wettlauf mit dem Wetter zu gewinnen und das Teil genau zum Einbruch der Kältephase fertig zu kriegen. Optimal!

Die fairAlpaka DK hat mich in mehrfacher Hinsicht positiv überrascht: erstens weil sie mir zweimaliges Ribbeln ohne Groll verziehen hat, zweitens weil sich das alpakatypische unruhige Maschenbild nach dem Baden komplett geglättet hat und drittens weil mich der Pulli absolut nicht piekst, auch am Hals nicht. Dass er zum Irrewerden flauschig ist überrascht mich nicht, das habe ich mir schon vorher gedacht.

Das Muster ist „Drijfhout“ von Isabell Kraemer, eine etwas aufgemotzte Version des Driftwood-Pullovers. Ja, man kann auch den kostenlosen Driftwood auf die Maschenprobe der fairAlpaka DK umrechnen. Aber ich finde es eine gute Sache, Strickdesigner zu unterstützen und ihre Arbeit zu würdigen, und jeder, der sagt ich sei zu faul zum Umrechnen, ist ein gemeiner Lügner und soll sich was schämen.

Die tiefe Knopfleiste habe ich übrigens über die Länge der untersten drei Knöpfe zugenäht. So erhält die ganze Leiste Stabilität, die dem extrem geschmeidigen Alpaka-Garn ja leider manchmal abgeht, und ich muss mir keine Gedanken über ungewollte Entblößungen machen. Die Profi-Füchse unter den Strickerinnen sparen sich dann auch gleich die Knopflöcher und nähen die Knöpfe einfach auf die Leiste, aber naja. Ich wollte Isabell Kraemers Arbeit als Designerin von Knopflöchern würdigen.

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4 Gedanken zu “Eine unerwartete Wendung (und ein Pullover)

  1. Der Pulli ist super geworden! Und er sieht super kuschelig aus ohne wuchtig zu sein, ganz wie man es sich bei Alpaka wünscht und denken kann! ;-) Toll!

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