Blogportrait-Bild – Das Making of

Als ich diesen Blog hier angefangen habe, habe ich das ohne große Ansprüche und auch ohne große Ressourcen im Rücken gemacht. Gratis-Account bei WordPress, selbstgebasteltes Header-Banner, Fotos mit der Handykamera gemacht und ab ins Internet damit. Als dann im Laufe der Zeit überraschenderweise keine faulen Tomaten geflogen kamen, sondern immer mehr Besucher auftauchten, habe ich immer mehr aufgestockt. Ein schöneres Banner zum Beispiel oder etwas besseres Foto-Equipment.

Der nächste Punkt auf meiner Liste war mein kleines Portrait in der rechten Spalte. Das Bild, das ich da lange Zeit hatte, kam noch aus der Zeit, als ich mein Gesicht lieber nicht im Blog zeigen wollte. Da ich damit mittlerweile kein Problem mehr habe, wollte ich auch das Portrait etwas offener gestalten. Es soll ja schließlich neuen Besuchern einen Eindruck verschaffen, wer denn hier eigentlich schreibt. Also eine Botschaft, die irgendwo zwischen „hey, das hier bin ich!“ und „ich bin übrigens ganz schön cool“ liegt. Alles, was ich an Selfies für das neue Portrait hingekriegt habe, schien aber immer nur etwas zwischen „ich hab schlimme Bauchschmerzen, versuche mir aber nichts anmerken zu lassen“ und „Achtung, ich muss gleich nießen!“ zu vermitteln. Nicht so zielführend, das alles.

Wie so oft in meinem Leben habe ich die Lösung für dieses Problem auf YouTube gefunden. Dort zeigt Künstlerin Kiara auf ihrem Channel Kiara’s Studio ihre großartigen Zeichenkünste und hat irgendwo erwähnt, dass sie auch Auftragsarbeiten macht. Drei Minuten später stand ich auf ihrer virtuellen Türschwelle, um mich von ihr malen zu lassen.

Nun läuft das in der Kunst leider (oder zum Glück?) nicht mehr so romantisch ab, dass man sich als Modell nackig auf ein Sofa fläzt und der Künstler wild mit dem Pinsel auf die Leinwand eindrischt. Stattdessen habe ich Kiara ein paar Fotos gemailt und ihr geschrieben, was auf jeden Fall mit rein muss (mein Gesicht, Wolle, Seefahrt) und ihr ansonsten freie Hand gelassen. Was sich als genau das Richtige herausgestellt hat, denn so konnte sie ihrer eigenen Inspiration folgen und hat dabei auch noch genau meinen Geschmack getroffen.

Großartig fand ich, dass ich den Entstehungsprozess des Bildes von Anfang an verfolgen konnte, da sie mir immer wieder Skizzen und Fotos des aktuellen Status der Arbeit geschickt hat.

Angefangen hat sie mit diesen drei Skizzen:
image1

Ich habe mir die mittlere der drei gewünscht, die sie dann noch einmal ins Reine gezeichnet hat:
image1-2

Ist das nicht schon fantastisch? Wenn ich groß bin, möchte ich auch so zeichnen können! Nach einem frenetischen go, go, GO! von mir hat sie dann die Zeichnung getuscht und koloriert. Und hier ist das fertige Werk:
ProfilKiarasStudio

Ich bin sowas von begeistert! Selbst wenn ich die gleichen Fähigkeiten im Umgang mit Zeichenutensilien hätte, hätte ich es nicht besser machen können. Sie hat sogar von sich aus zwei Symbole ins Bild eingebracht, die ich als Tattoos an den Fußknöcheln trage, nämlich Anker und Steuerrad – und ich habe ihr weder von den Tattoos erzählt, noch um diese Symbole im Speziellen gebeten.

Und um dem ganzen die Krone (oder das Papierhütchen) aufzusetzen, hat sie den Zeichenprozess gefilmt und das Video in ihrem YouTube-Channel hochgeladen. Hier könnt ihr es euch ansehen:

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4 Gedanken zu “Blogportrait-Bild – Das Making of

  1. Schönes Video! Klasse Ergebnis!
    Ich finde es sehr gelungen und bin immer erstaunt, was manche per Hand mit nem paar Stifte zu Papier bringen können. War mal sehr interessant den Entstehungsprozess zu sehen, besonders die Wolle des Ankers – scheint Viscose- oder Seidenanteil zu haben ;-D
    Tolle Farben!

  2. Hallo Nina, das ist ein tolles Portrait geworden und ein klasse Logo. Freu mich immer wenn ich deinen Blog lese und auch den bei Lanade. Weiter so, alles Gute.

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