Review: Häkelbordüren

Heute stelle ich euch ein Buch vor, das mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar überlassen wurde:

 Ich muss gestehen, dass ich immer wahnsinnig gerne in Anleitungsbüchern für Strick- und Häkelmode blättere, aber nie ein Modell finde, das ich auch nacharbeiten möchte (ausgenommen das wunderbare „Botanical Knits 2“ von Alana Dakos). Deshalb stehen bei mir im Strickregal auch fast nur Nachschlagewerke für Lacemuster, Anschlagetechniken und Pullovertabellen. Darin kann ich stundenlang lesen und mir vorstellen, was ich alles eines Tages schönes machen werde, welches Garn wohl das beste dafür ist, zu welchen Anlässen ich es trage und auf wie viele lässige Arten ich auf die Frage, wo ich das her habe, mit „selbstgemacht“ antworten kann (Antwort: 13 und 5 verschiene Lachen).

„Häkelbordüren“ von Edie Eckman reiht sich somit bestens in meine bescheidene Handarbeitsbibliothek ein. Darin finden sich 104 verschiedene Muster für Kanten, Blenden und Spitzen, wie der Titel schon andeutet, aber dazu später mehr.

Zunächst bietet dieses Buch einen sehr schönen Erklärungsteil dazu, wo man alles eine Häkelkante dranmachen kann und worauf man achten sollte. Die Tipps finde ich selbst als erfahrenere Häklerin extrem praktisch und dazu noch gut erklärt.

     Und für Anfängerinnen gibt es auch ein paar aufbauende Worte, die ich sehr sympathisch finde:

Kommen wir aber zum Hauptteil des Buches, den Mustern. Gut finde ich, dass alle Muster sowohl mit Symbolzeichnungen wie auch schriftlich erklärt werden und Infos zu schwierigeren Maschen bereitstehen.

Die Muster selbst dagegen …

Naja.

Hier krängt das Buch wie so viele Häkelbücher an einem gewissen altmodischen Stil, der vom Stricksektor bereits vor langem Überwunden wurde. Ich erinnere mich noch an die Handarbeitsbücher, als ich in meiner Kindheit in den 80ern häkeln lernte, und die Beispiele darin sahen genauso aus – und gefielen mir damals schon nicht. Wann kommt das Häkeln endlich bei der Mode der Gegenwart an? Bleibt dieses Monopol ewig in den Händen von MyBoshi?
Wie dem auch sei, wir Handarbeitsfüchse sind ja alle in der Lage, bei einer Anleitung über die Beispielbilder hinweg zu sehen und das Potenzial eines Musters zu erkennen. Und mit dem richtigen Garn in der richtigen Farbe sind auch viele Muster aus diesem Buch durchaus brauchbar, zum Beispiel als Abschluss für Tücher oder als dekorativer Saum an einem Rock.

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2 Gedanken zu “Review: Häkelbordüren

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