Melier me!

Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber ich stelle fest, dass sich meine Vorliebe für Garnfärbungen immer wieder verändert. Als Anfängerin im Bereich des Strickens habe ich mich strikt an einfarbig durchgefärbte Garne gehalten. Ich hatte genug damit zu tun, die Maschen in Zaum zu halten ohne mir ein Auge auszustechen, da hätten wilde Farbkombinationen nur gestört.

Als ich die Grundlagen des Strickens im Griff hatte, habe ich selbstmusterndes Garn entdeckt und es für die beste Erfindung seit geschnittenem Brot gehalten. Es macht bunte Streifen! Ganz von allein! Was kann es besseres geben?
Der nächste Trend in meiner Strickstube war dann handgefärbtes Garn, auch wenn er nicht lange angehalten hat. Meine Begeisterung dafür muss irgendwann im Laufe der zwei Wochen verschwunden sein, in denen meine Küche durchdringend nach nasser Wolle und kochender Kinderbrause gestunken hat, in der ich einen Strang Sockenwolle gefärbt habe. Auch wenn das Garn hinterher sehr schön aussah.

Jetzt habe ich eine neue Liebe: meliertes Garn! Ich weiß gar nicht, wie ich das die ganze Zeit ignorieren konnte. Meliertes Garn ist lebendig, aber trotzdem dezent. Glatt rechts verstrickt ist es interessant, wirkt aber in Zopf- oder Ajourmustern nicht ablenkend.
Im Grandpa Cardigan habe ich schon die Lana Grossa Cool Wool Big in diesem wunderschönen Rotbraun mit schwarzer Melierung verstrickt (Farbe 309 „Deep Tan“):

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Nun ist bei mir die Lana Grossa Alta Moda Super Baby Fine eingezogen (geht’s noch umständlicher mit der Benamung, Lana Grossa?). Die Farbe heißt „010 Petrol“ und ist eine vibrierende Mischung aus Türkis und Dunkelgrün, die sich gar nicht richtig fotografieren lässt:

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(Ich weiß, ich wollte kein Alpaka mehr kaufen, aber das hier ist Babyalpaka und nur 27 % und piekst ganz bestimmt nicht!)

Und dann ist da noch die Lana Grossa Bingo Mélange in „206 Olive“, ein Spontankauf im Internet, der sich als Überraschungserfolg entpuppt hat:

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Dieses Garn wird übrigens auch schon fleißig verstrickt zu dem wunderbaren „Bloomsbury“ Pullover nach einer Anleitung von Svetlana Volkova.

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Eine ganz clevere Raglanvariation mit Ajourmuster, bei der ich am Anfang einen kollossalen Denkfehler gemacht habe (fragt nicht, ich kann einfach nicht rechnen), nur um dann festzustellen, dass das nichts macht, weil die Konstruktion ganz simpel ist und der Fehler im Laufe der Schulterzunahmen ganz einfach ausgeglichen werden kann. Und jetzt, da die Ärmel stillgelegt sind, ist alles ganz einfach. Das Muster ist echt gut!

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