Strickhelfer (Teil 1)

Es wird vielleicht nicht besonders überraschen, dass ich im Moment bis über beide Ohren im Geschenkestricken stecke. Und da es noch etwas dauert, bis ich wieder etwas Sehenswertes vorzeigen kann, dachte ich mir, ich gebe mal wieder etwas Lehrreiches aus meiner Strickerfahrung zum Besten.

Beim letzten Sockenwolleinkauf stand ich eine geraume Weile vor der Auswahl an Strickhelferchen und -zubehör um zu schauen, ob es nicht noch irgendetwas Nützliches gibt, was ich gebrauchen könnte. Und bei den meisten Sachen habe ich mich gefragt: Ja, braucht man das denn wirklich? Was mich zu der Idee gebracht hat, mal einen kritischen Blick auf meine eigene Strickklimbimsammlung zu werfen. Vielleicht hilft es ja auch dem einen oder anderen von euch. ;-)

Stricknadeln mit austauschbaren Seilen

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Was sie können: immer die passende Seillänge an die passende Nadelstärke anschrauben.
Top: liegt auf der Hand. Man kann die Rundnadel an das Projekt anpassen.
Nicht so top: die Teile schrauben sich schon mal gern beim Stricken auf und klemmen dann Maschen ein. Kann man mit leben.
Alternative: klassische Rundstricknadel. Buuuuh!
Wenn ich nochmal bei Null anfangen würde: würde ich alle Nadeln und Seile wieder kaufen, aber dann vermutlich nur die Bambusvarianten, nicht Birke, Metall oder Acryl. Aber das ist Geschmackssache.

Maschenmarker

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Was sie können: eine Stelle im Strickstück markieren, indem sie auf der Stricknadel mitgeführt oder in eine Masche eingehakt werden. So verpasst man nicht den Rundenbeginn oder den Punkt für die Taillenabnahmen im Pullover.
Top: sie funktionieren.
Nicht so top: Maschenmarker verschwinden unglaublich schnell in Sofaritzen, Hosenaufschlägen und Katzenpfoten. Die billigen Variaten, die man sich aus China zuschicken lassen kann, zerbrechen außerdem leicht.
Alternative: Wollrestchen, Dichtungsringe, Sicherheitsnadeln, Büroklammern… man findet immer irgendetwas, das im Notfall als Maschenmarker herhalten kann.
Wenn alle meine Maschenmarker verschwunden sind: kaufe ich aus reiner Faulheit neue, aber dann die in der Form von offenen Kringeln, weil man die sowohl in Maschen einhaken wie auch auf der Nadel mitführen kann.

Stift & Papier

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Das können sie: Notizen zum Strickprojekt helfen enorm wenn es an die zweite Socke geht oder man einfach nur nach einer längeren Pause wieder einsteigen will.
Top: ist klar, oder?
Nicht so top: unleserliches Gekritzel und Kaffeeflecken helfen dann doch nicht weiter.
Alternative: keine, wenn man nicht mit einem photografischen Gedächtnis gesegnet ist.
Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte: würde ich zu jeden Projekt nich viel genauere Notizen machen und ein richtiges Stricktagebuch anlegen. Jetzt ist es zu spät!

Handarbeitsschere

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Was sie kann: schneiden (Überraschung!). Hier geht es vor allem darum, auch unterwegs was zu haben, um mal schnell einen Faden durchschneiden zu können.
Alternative: Hände und Zähne? Ich glaube, ich kann nichtmals einen Wattebausch zerreißen.
Wenn alle meine Handarbeitsscheren verschwinden würden: würde ich nicht extra eine neue kaufen. Ich würde auf mein Taschenmesser zurückgreifen, das macht Eindruck im Strickkurs!

Reihenzähler

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Was er kann: sich merken, wie viele Runden, Reihen oder Rapporte man schon gestrickt hat. Gibt es zum Aufstecken auf die Nadel, mit Schlaufe zur Verwendung als Maschenmarker oder als große Variante zum Umhängen.
Top: perfekt für Vergessliche. Und mich. Ich habe mindestens 7 Stück in Gebrauch und noch einmal so viele in den Sofaritzen, Hosentaschen und Katzenverstecken dieses Haushalts.
Nicht so top: siehe oben, gehen gern verloren. Und wenn man nicht aufpasst verstellt man das Zählwerk versehentlich und verstrickt sich dementsprechend. Vertraue keiner Maschine!
Alternative: Strichliste an der Wand wie die Knackis im Gefängnis. Supergehirn. Reihen selber zählen. Es gibt keine Alternative!
Wenn alle meine Reihenzähler futsch sind: kaufe ich sofort neue. Ohne geht hier gar nix!

Maßband

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Was es kann: mir sagen, dass ich noch nicht fertig bin mit stricken. Schönen Dank.
Alternative: das gute alte Fingermaß. Wenn ich meine Hand spreize, habe ich ungefähr 20 cm von Daumen- bis Kleinfingerspitze, außerdem 5 cm von Zeigefingerspitze bis zum zweiten Gelenk und bis durch zum Fingerknöchel sinds 10 cm. Praktisch, aber doch eben nur ungefähre Maße, deshalb messe ich immer nochmal richtig nach.
Wenn mein Mann wieder mal alle meine Maßbänder stehlen würde um Möbel auszumessen: würde ich sie mir zurückholen. NOTFALLS MIT GEWALT!
Wenn mein Mann mit meinen Maßbändern nach Tasmanien durchbrennen würde: würde ich mir eine Zentimeterskala auf die Hand tätowieren lassen und fortan für jede Herausforderung im Leben gefeilt sein. Vielleicht sollte ich das auf jeden Fall tun?

Teil 2 folgt in Kürze, dann mit den wirklich interessanten Hilfsmitteln für Strickerinnen!

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3 Gedanken zu “Strickhelfer (Teil 1)

  1. Hallöchen!
    Eine nette Auflistung hast du da. Mit dem meisten Zeug davon kann ich auch gut was anfangen, wobei cih Maschenmarkierer nicht wirklich besitze. Drei habe ich mal geschenkt bekommen, die nutze ich dann ab und zu wenn eine Stelle wirklich markiert werden soll. Ansonsten halten Sicherheitsnadeln bei mir her für Dinge wie Reihenanfang auf dem Nadelspiel, das muss dann nicht so genau sein.
    Bei den Schraubnadeln fragen wir ja im Laden immer nach, ob auch mit dem beiliegenden kleinen Häkchen nochmal nachgezogen wurde? Dann sollte sich eigentlich nichts mehr lösen.
    Und mit einem Reihenzähler kann ich ja so gar nichts anfangen. Ich mache tatsächlich Stricke wie die Knackis, allerdings auf einem Zettel, nicht auf der Wand. Die wäre sonst wohls chonv oll. :D

    Liebe Grüße!

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