Land in Sicht!

Körper der Strickjacke ist fertig, fehlen nur noch Ärmel und Blende. „Nur noch“.

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Rein theoretisch stricke ich dieses Jahr also auch noch mal was anderes als diesen Cardigan, auch wenn ich es noch nicht so recht glauben kann.

Der Pullover, den ich letztes Mal gezeigt habe, steht immer noch ganz weit oben auf meiner Liste. Aber nachdem mir viele verständige Leute hier auf dem Blog und in meinem Strickzirkel ins Gewissen geredet habe, nehme ich jetzt lieber von diesem schönen Alpakagarn abstand und sattle auf Merino um. Wird ja sonst alles nur in Tränen enden… und die Alpakas können sich weiter an ihrer Wolle erfreuen.

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Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…

Ja ich weiß, hier gehts nicht gerade schnell zu beitragstechnisch. Das liegt vor allem daran, dass mein Cardigan in der Geschwindigkeit einer tektonischen Plattenverschiebung wächst, obwohl ich gefühlt ununterbrochen daran stricke. Tragebilder gibt es dann irgendwann im Mai, nehme ich an.

Dabei schiele ich schon sehnsüchtig auf das nächste Projekt, den Pullover Bloomsbury aus wunderschön grünmeliertem Merinogarn:

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Und ich möchte schon seit Ewigkeiten diesen hier stricken:

IMG_1938.JPG Das Modell ist die 132-3 von Drops und das Garn dazu gibt es gerade im Sale bei Lanade.de – aber es ist ein Alpakagarn! Alpaka piekst mich in den Wahnsinn, da beißt die Maus keinen Faden ab. Andererseits ist der Halsausschnitt weit genug, dass das Garn vielleicht gar nicht in Berührung mit meiner Haut kommt. Unter so einen Winterpulli zieht man ja eh immer noch ein langärmeliges Hemd. Kann ich es wagen? Was meint ihr?

Challenge accepted!

Vor einigen Tagen hat sich folgender Dialog zwischen einer Freundin von mir und mir entsponnen:

Freundin: Meine Schwiegermutter will mir eine Mütze häkeln, aber alle Wollsorten, die wir zusammen im Geschäft angeschaut haben, fühlen sich für mich kratzig an. Kannst du mit ein gutes Baumwollgarn empfehlen?
Ich: Merino.
Freundin: Nee, Baumwolle.
Ich: Merino!
Freundin: Ich will etwas, was garantiert nicht kratzt!
Ich: MERINO!

Ich bin selbst so empfindlich was Wolle angeht, dass es mir extrem schwer fällt mir vorzustellen, dass irgendwer NOCH empfindlicher sein könnte. Ob sie überhaupt schon mal Merino in der Hand hatte? Angeblich ja, und sie habe es als kratzig empfunden. Unmöglich!

Ich habe ihr ein paar Baumwollgarne genannt – aber nur unter der Bedingung, dass ich ihr eine Mütze aus Merinowolle stricken darf um sie davon zu überzeugen, dass die garantiert nicht piekst. Zufälligerweise hatte ich ja noch ein paar Knäul Lana Grossa Cool Wool Merino in Pink hier. Die haben sich praktisch von selbst verstrickt.

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Nächsten Monat geht die Mütz an ihre neue Besitzerin über. Dann werden wir ja sehen wer hier kratzig ist!

Schluss mit Pink

Und schluss mit Lustig. Nach dem mehrfarbigen Norwegerpulli von neulich dachte ich, eine Abwechslung wäre mal ganz schön. Zum Beispiel was mit Zopfmuster. Der Grandpa Cardigan sollte es sein.

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Das pinke Garn im Bild könnt ihr direkt wieder vergessen. Damit habe ich den Cardigan dreimal angefangen, aber nachdem auch die Maschenmenge für Größe 60 nur ein Puppenjäckchen ergab, musste ich mir eingestehen, dass es zu dünn für dieses Muster ist.

Das Ding ist nämlich, dass sich diese ganzen Zöpfe wie irre zusammenziehen. Was in entspanntem Zustand so aussieht …

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… verwandelt sich mit etwas Nachhilfe in das hier:

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Ich baue also ganz darauf, dass das Wasserbad hinterher das fertige Strickstück in etwas verwandelt, was ich anziehen kann. Oder dass bald der Presswurst-Look in Mode kommt. Wir werden sehen.

Aber mal am Rande bemerkt: ist das Garn nicht schön, das ich an Stelle des pinken Garns bekommen habe? Ein ganz dunkles Rotbraun mit schwarzer Melierung, dazu noch 100 % Merino. Ich habe dafür schon Plan B bereitliegen falls der Cardigan nichts wird (Sowie Plan C, D und E).

Yays und Fails im Schminkschrank

In Sachen Wolle gehts grad mal eher gemächlich voran, deshalb habe ich heute ein anderes Thema dabei, das mir schon länger auf den Nägeln brennt: Produktdesign bei Make-up.

Dass Sachen, die schöner machen sollen, auch selbst ganz hübsch gestaltet werden, ist ja fast schon selbstverständlich. Deshalb versuchen wohl auch viele Kosmetik-Hersteller, mit ihren Produkten noch irgendwie hervorzustechen – mit welchselnden Erfolgen. Hier die High- und Lowlights aus meinem Schminkschrank:

1. Lidschatten

Fail: Nyx Lidschatten-Trio

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Am Lidschatten selbst habe ich absolut nichts auszusetzen, der ist Eins A. Aber jedes Mal wenn ich die Palette in die Hand nehme, fällt mir dieser unsägliche Schriftzug ins Auge: „for Sexy Babe’s Eyes Only!“. Wie jetzt? Dürfen nur Sexy Babes diesen Lidschatten tragen? Bin ich eins? Bin ich keins? Kommt das einer kontrollieren? Oder verwandelt der Lidschatten meine Augen vielleicht automatisch in „Sexy Babe’s Eyes“? Ich hab jetzt aber einen Banktermin, da ist das unpassend. Was für ein Dilemma!

 

Yay: GlamNatural Lidschatten

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Dieser Lidschatten hat eine kluge Konstruktion, über die ich mich jedes Mal freue, auch wenn ich sie nie wirklich nutze. Und zwar lässt sich das Lidschattenpfännchen hochklappen, darunter finden sich dann Spiegelchen und Applikator. Hat auch den Vorteil, dass einem der Applikator nicht bei jedem Öffnen sofort entgegenspringt.

 

2. Lippenstift

Fail: Kiko Chrystal Sheer Glossy Lipstick

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Ich weiß nicht, was sich der zuständige Produktdesigner gedacht hat als er dieses Folterwerkzeug geschaffen hat. Aber ich stelle mir vor, dass er dabei hämisch gelacht und sich die Hände gerieben hat.
Bei diesem Lippenstift zieht man den Deckel nicht ab, sondern drückt den Stift oben ein und zieht ihn dann unten heraus. Und schlägt dabei jedes verdammte Mal schmerzhaft mit dem Finger am Rand dieser Deckelkonstruktion an. Blöder als dieses Ding bin wohl nur ich, weil ich es gekauft habe.

 

Yay: P2 Sheer Glam Lipstick

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Kleines aber feines Detail: durch die abgeschrägte Kappe lassen sich diese Lippenstifte so aufreihen, dass sie die beschriftete Unterseite wunderbar lesbar dem Betrachter entgegenstrecken. So kann man sofort auswählen, welche Farbe man tragen möchte, statt erstmal 10 identische schwarze oder silberfarbene Lippenstifte aufzumachen.

 

3. Pinsel

Fail: Zweiseitige Pinsel

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Hier als Beispiel mit einer Seite Eyelinerpinsel, einer Seite Lidschattenapplikator. Vermutlich ist es meine eigene Schuld, aber ich weiß nie, wie ich solche Dinger ohne Sauerei aufbewahren soll. Meine Pinsel stehen aufrecht in einem Glas. Und ich will weder die Borsten zerdrücken noch Lidschatten von der Applikatorseite im Glas verteilen (genausowenig wie Wasser, falls ich den Applikator jedes mal auswaschen sollte). Wie lagern andere ihre Pinsel? Haben sie eigene Regale, in denen jeder Pinsel liegen kann?

 

Yay: Reisepinsel

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Hier ein Kabuki von Silk Oil of Morocco, gibts aber von vielen Marken. Zackzack, aufgemacht, schminki schminki, Deckel drauf und fertig. Wäre doch alles im Leben so!

Noch mehr Pink

Irgendwie habe ich es im Moment mit Pink und Rosa, glaube ich. Letztens habe ich ein seit Ewigkeiten vernachlässigtes Strickprojekt entdeckt und beschlossen, es mal eben zuende zu stricken, da offensichtlich nur noch der Rand fehlte. Ein rundes Tuch sollte es am Ende sein, gestrickt aus einem 900-Meter-Knäul von 100farbspiele in „Magnolie“. Auf der Nadel eine eher traurige Geschichte.

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Um mal etwas neues auszuprobieren habe ich mich für einen quer angestrickten Rand in kraus rechts entschieden. Also 7 Maschen angeschlagen und kraus rechts gestrickt, dabei die letzte Masche in der Hinreihe immer mit einer Masche des Tuchrands zusammengestrickt.

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Das „mal eben zuende stricken“ hat sich dann auf eine gute Woche gezogen. Die genaue Arbeitszeit habe ich nicht nachgehalten, aber wenn ich sage, dass ich während des Strickens eine halbe Staffel Fargo, die erste Hälfte der dritten Staffel American Horror Story, Gott des Gemetzels sowie American Hustle gesehen habe, habt ihr vielleicht einen Eindruck davon, dass es länger als ein halbes Stündchen gedauert hat.

Als dann endlich das Ding von den Nadeln war, war ich überrascht wie groß das Tuch ist. Auf dem 80-cm-Seil ähnelte das Ganze immer nur einem rosa Sack. Aber dahinter verbargen sich ungeahnte Dimensionen:

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Die Konstruktion ist übrigens total ausgefuchst. Die Maschenzahl wird in bestimmten Abständen verdoppelt, so dass sich die runde Form ergibt. Zwischen den Verdopplungen kann man dann nach Belieben Muster einstricken, in diesem Fall ein Blütenblattmuster. Zusammen mit dem Farbverlauf sehr schön, finde ich.

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Jetzt hängt das Tuch erstmal über der Wäscheleine und trocknet. Und hier geht es direkt Pink weiter mit dem „Grandpa“-Cardigan!

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A Study in Pink

Erinnert ihr euch noch, wie ich vor ein paar Wochen so über die Color XXL Haarfarbe von Schwarzkopf hergezogen habe? Ich nehme alles zurück.

Die Farbe selbst war zwar nämlich nicht so lila in meinen Haaren, wie ich es mir gewünscht hätte, sah aber trotzdem gut aus und hat als erste violette Coloration tatsächlich ihre Farbintensität beibehalten. Wer hätte das gedacht?

Wie gesagt, die Nuance „Mystic Violet“ hat mich nicht so begeistert, aber die Serie selbst wollte ich noch mal ausprobieren. Deshalb gibt es heute als kleinen Exkurs eine Coloration in PINK:

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„Pure Purple“ heißt diese Variante und wenn der Photoshop-Experte von Schwarzkopf sein Handwerk versteht, wird das Ergebnis lustig. Das Auftragen der Farbe hat schon mal Spaß gemacht.

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Und das Ergebnis:

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Ich bereue nichts!