Yayayayayay…

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Yayayay*

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Yayayayayayay**

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Yayayayayayayayayayayyyy!***

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* 100farbspiele Lace 4-fädig „Magnolie“, 900m
** 100farbspiele 5-fädig „Cottage“, 2 x 120g
*** YAY!

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Der Winter kommt. Irgendwann.

Es gibt nicht viel zu sehen im Moment. Ich kämpfe mich durch einen glatt rechts gestrickten Cardigan mit all seinen linken Maschen, es hilft ja doch nichts:
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Muster: ganz bräsiger Raglan von oben mit V-Ausschnitt
Garn: Drops Alpaca in Natur (doppelt genommen) und Lana Grossa Cinque Alto in der Farbverlaufsvariante mit dem charmanten Namen 015

Und ja, Ende Juni ist absolut die beste Zeit, um einen Alpaca-Cardigan zu stricken.

Bad Hair Day?

Wohl eher Bad Hair Life.

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Buddhistische Mönche und Nonnen kriegen den Kopf geschoren, als Symbol dafür, dass sie nicht mehr am Weltlichen festhalten. Weil die Vorstellung, dass Schönsein gemäß gesellschaftlichen Idealen in irgendeiner Weise wahre Zufriedenheit bringen könne, eine Illusion ist. Der Buddha wird oft mit diesen kleinen Kringeln auf dem Kopf dargestellt um zu zeigen, dass er nach seiner Erleuchtung frei von diesen Illusionen war.

Keine Ahnung, warum mit das gerade einfällt.

Linke Maschen stricken (und vermeiden)

Auch wenn ich feststellen konnte, dass ich langsam Fortschritte in Sachen glatt rechts stricken mache, sind linke Maschen immer noch super ätzend für mich. Wenn ein Projekt (wie zum Beispiel ein wunderschöner, glatt rechts gestrickter Cardigan aus Sockenwolle) endlos viele Rückreihen aus linken Maschen hat, habe ich schon direkt keine Lust mehr, ihn zu stricken.

Lustigerweise sind linke Maschen nicht nur ein Aspekt des Strickens, den ich am wenigsten mag, sondern auch der Aspekt, mit dem ich mich am meisten beschäftige. Vermutlich hoffe ich immer noch heimlich, irgendwann auf DIE Methode zu stoßen, die linke Maschen ganz einfach und angenehm zu stricken macht. Tatsächlich kenne ich eine ganze Menge Methoden, linke Maschen zu stricken oder auch nicht zu stricken, wie mir letztens aufgefallen ist. Ich dachte, ich mache mal einen kleinen Lehrgang zum glatt rechts Stricken daraus.

Hier wollen wir hin:

firstUnd so geht’s:

 

Die klassische linke Masche

links-klassDiese Methode kennt fast jeder, oder? Der Faden liegt vor der Arbeit, man sticht mit der Arbeitsnadel (im Bild die hellere von beiden) von rechts nach links ins vordere Maschenglied ein (1), wickelt von oben nach unten den Faden um die Nadel (2) und zieht ihn als neue Masche von der rechten Nadel (3). Easy peasy – oder auch nicht. Ich finde das ganze Manöver umständlich und anstrengend. Aber es geht auch anders.

 

Die linke Masche im west-östlichen Kombistricken

So habe ich linke Maschen immer zu Anfang gestrickt und habe das für richtig gehalten. Bis ich gemerkt habe, dass ich so die Maschen verdreht aufnehme (ihr seht gleich, was ich meine). Daraufhin musste ich linke Maschen mühsam neu stricken lernen. Vielleicht kommt daher mein Groll? Jedenfalls habe ich viele Jahre später durch Zufall herausgefunden, dass meine ursprüngliche Strickweise auch einen Namen hat, nämlich „west-östliches Kombistricken“. Außer in der Knitter 13/2013 finde ich allerdings nirgendwo etwas dazu, sorry.

links-kombiMan beginnt wie bei der klassischen linken Masche: Faden vor der Arbeit, Arbeitsnadel von rechts nach links in das vordere Maschenglied (1). Statt jetzt aber den Faden um die Masche zu wickeln, greift man ihn sich einfach von vorne nach hinten mit der Arbeitsnadel und zieht ihn nach hinten durch (2). Diese Bewegung geht ähnlich flüssig wie beim Stricken der rechten Masche und ist so weit wunderbar. Allerdings liegen die so entstehenden Maschen verdreht auf der Nadel. In der nächsten Hinreihe (3) müssen die rechten Maschen deshalb durch das hintere statt durch das vordere Maschenglied abgestrikt werden, sonst werden sie rechts verschränkt. Wenn man damit leben kann und auch bei komplizierten Lace-Mustern mit mehrfachen links- und rechtsgerichteten Zu- und Abnahmen umdenkt, ist diese Methode vermutlich okay. Ich konnte es nicht.

 

Die norwegische linke Masche

Diese Masche habe ich erst vor Kurzem entdeckt und finde sie eigentlich ganz gut. Man muss nur aufpassen, dass man den Faden gut straff hält, sonst wird das ganze Strickbild lulli. Und es empfiehlt sich, die Arbeitsmasche bis zum Abstricken festzuhalten.

links-norwBei der norwegischen Variante bleibt der Arbeitsfaden hinter der Arbeit, aber vor der Arbeitsnadel (1). Tipp: Achtet darauf, dass der Faden nicht auch vor die linke Nadel gerät. In die Arbeitsmasche wird wie gewohnt von rechts nach links eingestochen. Jetzt wird die Arbeitsnadel mit dem Maschenglied darauf nach rechts gezogen, wo sie von oben nach unten den Arbeitsfaden einholt (2). Und jetzt geht’s mit dem Faden von oben nach unten ab durch die Arbeitsmasche (3). Fertig und ab damit. Festziehen nicht vergessen! (4)

Dazu gibt es beim Garnstudio Drops ein schönes Video, das das Ganze noch etwas besser zeigt als ich.

 

Rückwärts rechts stricken

Was nun aber, wenn man wirklich keine linken Maschen stricken will? Auch dafür gibt es Lösungen, Die erste davon ist das rückwärts Stricken.

rechts-rückWir befinden uns auf der Vorderseite des Strickstücks, unmittelbar nach Beenden der Hinreihe. Die helle Nadel ist wieder unsere aktive Arbeitsnadel – nur diesmal links statt rechts. Die rechte (schwarze) Nadel bleibt die ganze Zeit still.

Die linke Nadel geht von links nach rechts durch das hintere Maschenglied der ersten Masche. Der Faden liegt hinter der Arbeit (1). Mit dem rechten Zeigefinger schnappt man sich jetzt den Arbeitsfaden und zieht ihn zu sich heran. Ruhig ein bisschen Spannung drin lassen, das hilft (2). Der Faden wird jetzt vor die Spitze der Arbeitsnadel gelegt, die da geduldig wartet (3). Ab damit durch die Masche, die dann auch schon von der rechten Nadel kann (4).

Diese Methode ergibt (zumindest bei mir) ziemlich feste Maschen, so dass das Strickbild über größere Flächen unregelmäßig wird. Ich finde diese Methode aber wunderbar für alle Fälle, in denen das Wenden des Strickstücks nervig wird, zum Beispiel bei Sockenfersen oder Entrelac. Gelernt habe ich das Rückwärtsstricken bei eliZZZa, die ich heiß und innig liebe. Ihr Videos sind fantastisch.

 

Steeking

Jetzt geht es ans Eingemachte. Die effektivste und krasseste Methode, linke Maschen zu vermeiden, lautet: rechts in der Runde stricken. Und wenn man einwerfen möchte, dass man einen Cardigan nicht in der Runde stricken kann, weil er ja vorne offen sein soll, lautet die Antwort: rechts in der Runde stricken. Und AUFSCHNEIDEN!

Als ich zum ersten Mal von Steeking gehört habe, habe ich es für einen schlechten Scherz gehalten. Aber es klappt tatsächlich. Sagen viele. Ich hatte bisher noch nicht den Mut, es an einem großen Projekt wie einem Cardigan auszuprobieren. Aber ich habe es ganz bestimmt vor. Vielleicht 2016.

steekMan beginnt damit, fröhlich in der Runde zu stricken. So weit so gut (1). Nun werden die Maschen links und rechts der Stelle, an der das Projekt geöffnet werden soll, mit festen Maschen fixiert. Ich bin mir nicht sicher, ob man nicht auch Kettmaschen machen könnte, um hinterher einen nicht ganz so großen Wulst zu haben (2). Tief luftholen und los: Die Fäden zwischen den gehäkelten Nähten werden aufgeschnitten (3). Tataa! Es hält! (4)

Bei einem Cardigan würde man jetzt entlang der Häkelkante Maschen aufnehmen und eine Knopfleiste anstricken, die die Naht verdeckt. Somit liegt auch keine Belastung mehr auf der Schnittkante, es kann also gar nichts passieren.

Garnstudio Drops hat auch dazu wieder ein schönes Video für die Umsetzung mit der Nähmaschine. Die gehäkelte Variante, die ich euch gerade gezeigt habe, sieht man in diesem englischsprachigen Video noch mal in Aktion.

 

Soweit meine Erfahrungen zum Thema linke Maschen. Vielleicht kann ich euch schon bald Steeking am lebenden Strickprojekt zeigen. Oder ich mache einen Lehrgang dazu, wie man Strickfotos schießt wenn man nur zwei Hände und eine unkooperative Katze hat.

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Man lernt nie aus

Ich habe vielleicht schon mal erwähnt, dass ich linke Maschen nicht mag. Sie sind viel umständlicher zu stricken als rechte Maschen, brauchen mehr Zeit und mehr Aufmerksamkeit. Vermutlich gehe ich linke Maschen auch grundsätzlich irgendwie umständlicher an, denn ich hatte schon immer ein Problem damit, bei ihnen die gleiche Fadenspannung wie bei rechten Maschen hinzukriegen. Das Ergbnis bei glatt rechts Gestricktem ist dann eine gerippte Rückseite (und je nach Garn auch Vorderseite!), weil jede zweite (=links gestrickte) Reihe lockerer ist.

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Ich vermeide deshalb von jeher Strickprojekte, die größere Partien glatt rechts gestrickt haben wollen, ohne in der Runde gestrickt werden zu können.

Umso überraschter war ich, als ich mir die linke Seite der Bluse genauer angesehe habe, an der ich gerade arbeite und die für den Ausschnitt ein kurzes Stück glatt rechts hin- und hergestrickt wird, bevor man das Ganze zur Runde schließt:

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Keine Rippen mehr! Und das, obwohl ich mit reiner Baumwolle stricke – ein Material, das erbarmungslos jede Nachlässigkeit in der Fadenspannung zeigt. Ich dachte, das lerne ich nie!

Gestrickt – Lace Edition

Da hier stricktechnisch gerade nicht ganz so viel passiert, habe ich nochmal ein paar ältere Projekte zusammengetragen. Nach der Animal Edition geht es jetzt um Lace.

Lace (oder wie man früher gesagt hat: Ajour) ist im Wesentlichen ein Strickstück mit einer Menge Löchern drin. Und wenn die Löcher richtig gesetzt sind, sieht das Ganze sehr eindrucksvoll aus. Dir Strickmanöver, die dafür nötig sind, sind eigentlich ziemliches Basic-Zeug – die Herausforderung besteht in erster Linie darin, nicht den Überblick in der Anleitung zu verlieren. Eine gewisse Ausdauer und Schmerztoleranz ist auch hilfreich.

Ich stricke eigentlich sehr gerne Lace, brauche danach aber immer erstmal eine Weile Abstand in Form von Strickprojekten, bei denen man möglichst nur stupide rechte Maschen in der Runde strickt. Die meisten Socken, die ich bisher gestrickt habe, sind nach Lace-Tüchern entstanden.

Was nett ist: Ein Tuch, bei dem nur die Abschlusskante ein Lacemuster hat. Das kann man gut überleben:

IMG_1005_medium2Muster: Haruni (leicht modifiziert)

Garn: Lana Grossa Lace Merino in Pfirsichblüte, ca. 75 g

 

Anstrengender wird es da schon, wenn die Lacekante sehr breit wird:

IMG_0975_medium2Muster: Dew Drops Shawl (ebenfalls leicht modifiziert, damit er halbkreisförmig statt dreieckig wird)

Garn: Atelier Zitron Filigran in Schwarz, 100 g

 

Was man wiederum mit vielen Mustern sehr gut machen kann: einfach dickeres Garn benutzen. Damit geht das ganze schneller und das Tuch wird direkt wintertauglich. Das Muster darf nur nicht zu filigran sein, sonst kommt es nicht mehr zur Geltung.

document_upload1908-0_medium2Muster: Magrathea (völlig unmodifiziert; Designerin Martina Behm macht brillante Muster)

Garn: Lana Grossa Cool Wool Big in Natur, 200 g

 

Man kann Lace auch häkeln, aber da ist die Musterlage bei Weitem nicht so schön wie beim Stricken. Was mich wirklich wundert, weil man beim Häkeln mindestens genauso filigrane Muster erzeugen kann. Trotzdem findet man Hardcore-Lace-Muster, wie sie bei Ravelry zu Tausenden für Strickerinnen angeboten werden, für Häklerinnen fast gar nicht. Ich muss der Sache mal auf den Grund gehen.

Getestet: Ultrasun Sonnencreme

Je mehr Sommer, desto weniger Wolle – so siehts leider aus. Nicht, dass die Wolle aus meinen Lagern verschwinden würde. Es wird nur einfach zu heiß zum Stricken.
Deshalb geht es zur Abwechslung mal wieder um das Thema Kosmetik. Um Sonnencreme, um genau zu sein.

Mit Akne ist Sonnenschutz immer ein schwieriges Thema. Diejenigen unter euch, die wundersam unempfindliche und unverwüstliche Haut haben, können vermutlich jede Sonnencreme der Welt benutzen, ohne mehr Gedanken daran verschwenden zu müssen als sie wollen. Ich dagegen bin nur aus zwei Gründen als menschliches Wesen identifizierbar: Ich nehme gute Medikamente und ich lasse nichts unbedacht an meine Haut. Kein „kann ich mal nen Klacks von deiner Gesichtscreme haben?“, kein spontanes Mitnehmen irgendeiner neuen Tagescreme bei DM, keine Pröbchen aus Zeitschriften herausreißen. Kein Flüssig-Make-up, kein Creme-Blush, keine Patschefingerchen ins Gesicht.
Die meiste Zeit fahre ich damit sehr gut. Ich habe meine Killer-Salben und Hormon-Bonbons vom Arzt, ich habe meine eine Gesichtscreme (Neutrogena, die orangene Tube) und meine eine Mineralien-Foundation (bareMinerals, unschlagbar), die mit LSF 15 genug Sonnenschutz zwischen Herbst und Frühling bietet. Damit geht es meiner Haut wunderbar und kein kleines Kind muss bei meinem Anblick in Tränen ausbrechen.

Im Sommer aber reicht das nicht mehr, dann komme ich um Sonnencreme nicht herum. Nun gibt es Sonnencremes aus der Apotheke für Haut wie meine, aber die ist so teuer, dass ich jeden Sommer aufs Neue versucht bin, Alternativen zu finden. Zum Beispiel von Ultrasun.

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Ultrasun wirbt damit, frei von Duftstoffen, Emulgatoren, Konservierungsstoffen und anderen bösen Dingen zu sein, die empfindliche Haut nicht mag. Klingt schon mal gut. Auch sehr interessant ist die kleine Tabelle auf dem Spender, auf der man seine persönliche Sonnentoleranz herausfinden kann:

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Als sehr blasse, sonnenungewohnte Person kann ich also ungeschützt 3 Minuten Sonne aushalten. Uff. Dann mal schnell her mit dem Zeug.

Ultrasun Family ist wohl die allround-Variante. Riecht zuerst etwas nach Alkohol, dann nach Öl, dann nach gar nichts mehr. Zieht aber schnell ein. Ich habe diese Creme vor allem auf die unempfindlicheren Partien wie Beine und Oberarme aufgetragen und da wars okay.

Ultrasun Glimmer ist jetzt etwas spezieller. In dieser Creme sind kleine Glitzerpartikel, die angeblich für ein dezentes Schimmern sorgen sollen. Ich habe den Effekt leider nicht mit der Kamera einfangen können, deshalb muss eure Vorstellungskraft ausreichen: Wenn ihr jemals an einem Twilight-Cosplay interessiert sein solltet, ist Ultrasun Glimmer genau euer Produkt. Wer dagegen nicht die Diskokugel spielen will, trägt die Creme nur an ausgewählten Stellen auf. Ich hatte sie jetzt nur auf den Unterarmen, was noch halbwegs nett war. Ins Gesicht würde ich sie mir jedoch ganz bestimmt nicht schmieren.

Ultrasun Face dagegen habe ich mir ins Gesicht geschmiert, denn da gehört sie auch hin. Sie riecht wie die Family und zieht auch gut ein, was schon mal sehr anenehm ist. Man hat also nicht noch Ewigkeiten diese fettige Sonnencremeschicht im Gesicht. Meine Haut hat im Gesicht bisher nur minimal reagiert, im Hals-/Brustbereich dagegen schon stärker, vielleicht eine 3 auf der 10-stufigen Alarmskala von „Keine Reaktion“ bis „Scheißenochmal wer bist du?!“. Das geht noch solange es nicht schlimmer wird.

Sonnenbrand habe ich bei Einsatz der Ultrasun Creme bisher noch nicht bekommen, weil ich mich herzlich wenig in der Sonne aufhalte und mich daher auch sonst nicht verbrenne. Braun geworden bin ich bisher auch nicht, gleicher Grund. Mir ist klar, dass ich nicht mehr in den Bereich der empfindlichen Haut falle und auch eine sehr gute Sonnencreme nur begrenzt gut für mich ist. Dehalb würde ich sagen, dass Ultrasun unter diesen Umständen tatsächlich sehr gut ist. Die Family-Variante werde ich für Arme, Beine und andere unkritische Bereiche weiter verwenden, in geringen Mengen auch die Glimmer. Die Ultrasun Face wiederum kann ich nicht jeden Tag auf der Haut haben, die werde ich wohl nur auftragen, wenn die Sonne richtig knallt. Und ansonsten die Sonne weiterhin meiden als würde sie mich zu Staub zerfallen lassen.