Essence Gel Nails at Home

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Ich bin jetzt echt lange um das Gelsystem von essence herumgeschlichen. Letztes Jahr sind die Do-it-Yourself-Gelnägel ja nur so aus dem Boden geschossen und von den meisten hatte ich den Eindruck, dass sie furchtbar aufwendig, der totale Reinfall oder gleich beides auf einmal sind. Wenn ich meine Fingernägel in Aceton baden muss um einen Nagellack abzukriegen, dann ist der Lack nichts für mich. Und mag er noch so toll sein.

Die essence Gel Nails at Home jedenfalls hatten zumindest den Vorteil, dass sie einen günstigen Einstiegspreis haben und mit ganz normalen Nagellacken funktionieren. Letzterer Punkt war besonders interessant für mich und meine kleine Lacksammlung. Das Konzept ist an sich ganz klug: Der Nagellack wird zwischen zwei Gelschichten eingeschlossen, das ganze wirkt und hält dadurch (so das Herstellerversprechen) wie ein professioneller Gelnagel aus dem Studio. Und zum Entfernen muss man die ganze Lackschicht einfach nur an einer Ecke anknibbeln und kann sie dann in einem Stück abziehen. So weit so gut.

Die Bloggermeinungen zu der ganzen Geschichte gehen ziemlich auseinander. Manche halten die Gel Nails at Home für die beste Erfindung seit geschnittenem Brot, andere für ganz großen Mist, weil das Abziehen des Lacks den Naturnagel in Mitleidenschaft zieht. Und das ist natürlich nicht schön.

Ich habe also lange gezögert. Nur zum Ausprobieren und dann verstauben lassen wollte ich mir kein dickes fettes LED-Lackaushärtungsgerät anschaffen, egal wie günstig das System ist. Aber siehe da, essence hat ein neues Gerät rausgebracht:

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Eine Baby-LED-Lampe! Ist die nicht süß? Und so klein, dass sie zur Not auch ohne schlechtes Gewissen in irgendeiner Schublade verrotten kann. Aber eigentlich hoffe ich ja, dass ich gut mit den essence-Gelnägeln klarkomme.

Was die Nagelschäden beim Abziehen des Lacks angeht, ist mir wiederum aufgefallen, dass meine Nägel ohnehin schon rgelmäßig so aussehen. Normalen Nagellack knibbel ich nämlich ganz oft während eines Arbeitstages ab statt Nagellackentferner zu benutzen. Danach sehen die Nägel auch immer angegriffen und rau aus, aber das gibt sich nach einer Runde Nagelöl jedesmal wieder. Wenn es also weiter nichts ist, scheint mir das essence Gelsystem ganz gut zu sein. Ich bin bereit für den Test!

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Creme-Lidschatten in Rot-Gold: Maybelline vs. Kiko

Einer der schöneren Make-up-Trends aus dem letzten Herbst, wie ich finde, ist der Gebrauch von rotem Lidschatten. Weil Rot allein bei mir leider immer etwas entzündet aussieht, mag ich lieber die Varianten, die auch noch goldene Schimmerpartikelchen mit drinhaben. Cremelidschatten haben da meiner Erfahrung nach sehr schöne Farben. So wie der dunkelrote 24hr Color Tattoo „Metallic Pomegranade“ von Maybelline New York oder der etwas pinklastigere Long Lasting Eyeshadow Stick von Kiko in der Farbe Nr. 36. Lassen wir sie mal gegeneinander antreten!

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Design: Maybelline holt sich direkt den ersten Punkt mit einem schweren Glastiegel und Oldschool-Schriftart. „Tattoo“ und „Augenlid“ sind zwar Begriffe, die ich eigentlich absolut nicht in einem Satz hören möchte, aber hier spricht es mich an.
Kiko bleibt dagegen dem hauseigenen Minimalismus treu und vergibt nichtmals einen Namen für die Farbe. Was ist los mit euch bei Kiko?
Maybelline: 1 – Kiko: 0

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Textur & Auftrag: Der Color Tattoo Lidschatten muss ganz klassisch mit dem Finger oder dem Pinsel aus dem Tiegel gelöffelt und aufs Lid getupft werden. Das geht in sofern ganz gut, als die Textur sehr fest ist (so dass man nicht versehentlich einen fetten Klumpen Produkt aufs Auge schmiert), und in sofern nicht so gut, als die ganze Geschichte sehr schwer gleichmäßig aufzutragen ist. Den Lidschatten dünn und dezent aufzutragen ist mir bisher noch nicht gelungen. Hier geht immer nur alles oder nichts. War aber immerhin zu Weihnachten sehr eindrucksvoll.
Kiko macht dagegen alles richtig: Deckel ab, Stift rausdrehen, auftragen, fertig. Es wird (bei mir) immer gleichmäßig, man kann die Farbe nach Belieben intensivieren und problemlos verblenden wenn man nicht zu sehr trödelt. So muss das sein!
Maybelline: 1 – Kiko: 1

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Haltbarkeit: Beide Lidschatten brauchen definitiv eine Grundierung, zumindest bei meinen Lidern. Dann hält der Maybelline Color Tattoo gerne seinen ganzen Tag (24 Stunden musste er bei mir noch nicht mitmachen, ich hab die Angewohnheit mich abends abzuschminken). Der Eyeshadow Stick von Kiko hält ebenfalls den ganzen Tag, und zwar auch als Swatch auf dem Handrücken, wo der andere Lidschatten schon wieder verschwunden ist. Daher das Enderebnis:
Maybelline: 1 – Kiko: 2

Ich glaube, ich muss demnächst mal wieder den Kiko-Store meines Vertrauens aufsuchen und schauen, in welchen Farben es den Eyeshadow Stick noch gibt!

Warum stricke ich diesen Cardigan noch gleich?

Ach richtig, weil ich bescheuert bin.

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Vitamin D von Heidi Kirrmaier ist eigentlich eine wunderschöne Strickjacke. Eigentlich. Aber dadurch, dass sie aus furchtbar dünnem Garn gestrickt wird und eine geschätzte bazillionen Rückreihen hat, zieht sich die Arbeit wie Kaugummi. Und warum ich auch noch helles Alpakagarn nehmen musste, das jede Unregelmäßigkeit in der Fadenspannung sofort dick und fett sichtbar macht, ist mir ein Rätsel. Warum habe ich eigentlich kein anderes Hobby? Ist Briefmarkensammeln noch ein Ding?

Lace häkeln für Einsteiger

 

Ich habe schon seit einiger Zeit ein Auge auf diese Neuerscheinung geworfen und sie mir dann kürzlich zugelegt:

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Tatsächlich habe ich erst häkeln gelernt, dann stricken. Mein erstes „erwachsenes“ Häkelprojekt war ein grauer Nerdschal aus billigstem Mikrofasergarn, auf den ich unglaublich stolz war. Einen Tag nach seiner Vollendung habe ich ihn zur Arbeit getragen, den Kollegen wie einen erstgeborenen Sohn hergezeigt und dann eine komplette Tasse Kaffee über ihm vergossen. Einen weiteren Tag später habe ich dann angefangen, mir Stricken beizubringen.

Trotz dieser Episode häkle ich immer noch gerne, allerdings seltener als ich gern würde. Gehäkeltes ist fast nie so anschmiegsam und flexibel wie Gestricktes und die meisten Designs, die mir unterkommen, wirken fürchterlich altbacken auf mich.

Daher meine Begeisterung bei der Entdeckung eines Buches von Häkel-Lace. Die Muster in dem kleinen Heft sind tatsächlich sehr hübsch. Und auch wenn ich mir nicht sicher bin, wie sinnvoll wohl ein gehäkelter Gürtel aus Mohairgarn ist, habe ich bei fast allen Mustern Lust, sie nachzuhäkeln.

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Für den Anfang habe ich mir dieses Muster ausgesucht. Es heißt „Art déco“ und statt der Angora-Sockenwolle nehme ich ein weiches Schlauchgarn mit Kunstfaser und Seide.

"Schwierigkeitsgrad: einfach" – Ja nee, ist klar.

„Schwierigkeitsgrad: einfach“ – Ja nee, ist klar.

Auf den ersten Blick dachte ich, das Teil wird eine halbe Doktorarbeit, aber einmal angefangen entpuppte sich das Muster doch als ganz einfach. Man wiederholt im Grunde immer nur drei Reihen, nach zwei Durchgängen wird dann immer ein Mustersatz weggelassen. Perfekt für faule Menschen wie mich!

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Aber wo bringe ich hier Perlen unter?