Und noch einer

20140330-120812.jpg
Wo ich doch letztens über meine Lieblings-Kosmetikprodukte geschrieben habe: Das hier gehört auch noch dazu. Die Mixing Solution von Kiko. Im Grunde nur ein bisschen Wasser mit Glyzerin, könnte man auch selber machen, aber dann hätte man ja keinen Grund mehr, in einen dieser glitzernden Kiko-Stores zu gehen.

Die Mixing Solution jedenfalls ist Gold wert wenn man einen etwas zu dickflüssigen Gel-Eyeliner hat. Hier habe ich gerade den von Maybelline in Black Gold – Schwarz mit goldenen Schimmerpattikeln (gehört eigentlich auch auf meine Lieblinge-Liste). Wenn ich den direkt aus dem Pöttchen aufzutragen versuche, wird das immer ein wahnsinniger Krampf, weil ich entweder einen dicken, fetten Klumpen auf dem Pinsel habe, der mir dann am Augenlid klebt, oder nur Spurenelemente des Eyeliners auf dem Pinsel habe und mir einen Wolf damit pinsele bis ich einen nennenswerten Lidstrich am Auge habe.
Die Mixing Solution macht eigentlich nichts weiter als den Gel-Eyeliner zu verdünnen. Ein Tröpfchen auf den Pinsel, den Pinsel in den Eyeliner und ab geht die Post. Der Deckkraft und Haltbarkeit tut das keinen Abbruch.

Was man auch machen kann, ich aber eher selten mache, ist mit der Mixing Solution lose Pigmente oder normalen Lidschatten aus dem Pfännchen zu flüssigem Lidschatten oder Eyeliner anzurühren. Die Farben werden dann intensiver, als Eyeliner verwendet ist die Haltbarkeit aber nicht besser als bei solo aufgetragenem Lidschatten. Wenn ich einen Lidschatten als Eyeliner verwenden will, mische ich ihn deshalb immer mit etwas Lidschattengrundierung von Urban Decay, das hält dann selbst einen Atomkrieg aus (auch ein Grund, weshalb  ich die Grundierung in meinem Lieblingsprodukte-Posting an erster Stelle erwähnt habe. Geiles Zeug).

Advertisements

How to get a bikini body

Quelle: Pinterest

Quelle: Pinterest

Können wir über Körper spechen? Ich möchte über Körper sprechen. Lest mal gerade weg, wenn es euch nicht interessiert.

Ich finde es so furchtbar, wie viele Menschen sich wegen ihres Körpers fertigmachen. Ich bin zu dick, ich bin zu weich, ich bin zu hell, ich bin zu schlaff ich bin zu dieses, ich bin zu jenes … was soll das? Es kommt mir fast vor, als sei diese ständige Kritik am eigenen Körper schon eine moralische Pflicht der Frauen in unserer Kultur. Klar, ich bin gegen Tierversuche. Klar, ich bin gegen Kinderarbeit. Klar, ich hasse meinen Körper.

Aber die Gesellschaft und ihre erbarmungslosen Schönheitsideale!, schreit dann sofort jemand. Ja richtig. Die Gesellschaft hat erbarmungslose Schönheitsideale und an jeder Ecke werdet ihr jemanden finden, der nichts besseres zu tun hat, als mit dem Finger auf euch zu zeigen und zu brüllen: Bah, bist du fett (dünn, groß, klein, hell, dunkel, wieauchimmer)! Aber ihr seid diejenigen, die es glauben. Ihr seid diejenigen, die tatsächlich diesen Druck auf euch ausüben und erbarmungslos zu euch seid.

Ihr müsst nicht die Gesellschaft von einem neuen Körperbild überzeugen. Ihr müsst weder Heidi Klum noch die Arschlöcher an der Straßenecke davon überzeugen, dass ihr schön seid. Ihr müsst auch nicht anfangen, im Bikini an den Strand zu gehen, wenn ihr das nicht wollt. Ihr müsst nur aufhören, so hart zu euch selbst zu sein. Ihr müsst nur aufhören, euch mit anderen zu vergleichen. Was eine Frau unattraktiv macht, ist nicht die Tatsache, dass sie nicht so aussieht wie eine bestimmte andere Frau. Was sie unattraktiv macht, ist die Tatsache, dass sie sich selbst dafür hasst, nicht so auszusehen wie diese andere Frau. Und das traurige daran ist, dass es so unnötig ist.

Wer sagt denn, was schön ist? Wer sagt denn, dass man überhaupt schön sein muss? Macht Schönsein glücklicher oder ist das nur etwas, was man sich gern erzählt wenn man unglücklich ist? Ihr schuldet niemandem Schönheit und ihr schuldet niemandem Jugend. Hört auf, euch selbst fertig zu machen. Hört auf, euch wegen eures Alters zu schämen. Freut euch lieber, dass ihr schon so lange lebt, das schafft nicht jeder. Macht euch nicht das Leben schwerer, als es schon ist.

Ich bin 30 Jahre alt und ich freue mich über jeden Tag, den ich älter werde. Denn es gibt nur einen Weg, mit dem Älterwerden aufzuhören, und da bin ich nicht scharf drauf. Ich habe Haare, die so ziemlich jedem Stylingprodukt den Stinkefinger zeigen. Ich habe Akne. Ich habe krumme Zähne. Ich wiege knapp 70 Kilo. Und ich weigere mich, meinen Körper zu hassen.

 

 

Kein sicherer Hafen

20140329-170004.jpg

Mittagspause am Hafen, wenn denn schon mal die Sonne scheint. Gerade sag ich noch zur Begleitung: Da hinten hab ich mal gearbeitet!, als ich auch schon plötzlich vor den Kolleginnen stehe, mit denen ich da mal gearbeitet habe.

Alle sagen Hallo, alle sind ganz freundlich, aber alle sind auch etwas schmallippig und befangen. Das ist vermutlich normal. Ich bin jetzt schon länger von ihrem Unternehmen weg als ich überhaupt da war, was soll man sich da schon erzählen.

Trotzdem ein eigenartiges Gefühl. Ich glaube, dieser alte Job hat die ganze Zeit, seit ich gegangen bin, so friedlich und unberührt in meiner Erinnerung weitergelebt, dass ich irgendwie damit gerechnet habe, dass auch die Realität in meiner Abwesenheit wie das verwunschene Dornröschenschloss stillsteht. Und wenn ich jemals noch mal zur Türe hereinspaziert käme, würden sie alle wieder erwachen und es wäre, als sei nie Zeit vergangen. Und die eine Kollegin würde sagen: Mann, du glaubst nicht, was hier wieder los war!, und die andere würde sagen: Kommt, wir gehen zum Bäcker, ich brauche jetzt was Süßes. Und es wäre, als wäre ich nie weggegangen. Und als hätten sie nie ohne mich weitergemacht und als wäre ich nie zu einer schwachen, unwichtigen Erinnerung verblasst.

Ich glaube, ich denke zu viel nach.

 

 

Er ist da! Er ist da!

Ich fühle mich, als hätte ich ein Kind zur Welt gebracht. Mein „Monte Rosa“ Cardigan ist fertig und ich glaube, ich habe tatsächlich nur zwei Wochen dafür gebraucht. Das Muster ist großartig – durch den kraus rechts gestrickten Teil geht es superschnell (ich h a s s e linke Maschen!) und durch das Zopf-/Ajourmuster wird es nicht langweilig. Ärmel werden direkt mit eingestrickt und nur das Anstricken des Kragens und der Knopfblende ist eine kleine Fleißarbeit. Hier mein Endergebnis, in harsträubender Fotoqualität:

IMG_1157

Das Teil ist hellbeige, die Streifen an Ärmeln und Säumen petrol. Das Garn ist Drops Lima, 65 % Wolle, 35 % Alpaka und superweich. Nicht so weich, dass ich es am Hals tragen könnte, aber für einen Cardigan ganz große Klasse.

Nochmal der Kragen in besserer Qualität:

IMG_1160

Der Kragen ist umgeschlagen und innen vernäht. Das kann man vermutlich geschickter machen, hatte ich dann aber keine Lust mehr drauf.

Und das Muster auf dem Rücken und der Front:

IMG_1161

Ich liebe ihn. Ich weiß nur noch nicht, was ich jetzt mit meinem Leben anfange, da ich ihn fertig habe.

Beauty-Produkte, die mich überzeugt haben

Ich muss immer wieder feststellen, dass ich unglaublich leichtgläubig bin. Ich glaube erstmal jedem alles, wie hahnebüchen es auch sein mag. Ein weiterer Punkt auf meiner Liste von Sachen, von denen ich nicht weiß, ob sie sehr gut oder sehr dumm sind.

Wie dem auch sei, ich spreche von Make-up. Auf Fotos und Verpackungen sieht immer alles ganz großartig aus und verspricht alles: Macht dich schön, hält den ganzen Tag, leicht aufzutragen … und so weiter. Und ich glaube das dann alles ganz gerne, nur um dann zuhause festzustellen, dass auch dieses Beauty-Produkt nicht hält, was ich mir davon versprochen habe. Dass auch dieser Lidschatten/Kayal/Lippenstift nicht den ganzen Tag (eigentlich nichtmals eine Stunde) hält, dass ich auch mit diesem Eyeliner keinen großartigen Lidstrich hinkriege, dass auch mit diesem Volume-Super-Texture-Miracle-Wahnsinns-Whatever-Zeug meine Haare wieder schlaff in sich zusammensinken.

Ich will nicht leugnen, dass ich mich jedes Mal selbst reinlege wenn ich davon überzeugt bin, dieses Mal wirklich DAS Teil gefunden zu haben. Deshalb bin ich jedes Mal total überwältigt, wenn ich es dann doch gefunden habe: Das Produkt, das genau das tut was es soll. Hier deshalb meine Beauty-Hitliste:

1. Urban Decay Primer Portion

20140321-114708.jpg

Bei mir hält echt kein Lidschatten von alleine und selbst mit Lidschatten-Grundierung habe ich nie lange Freude an einem Augen-Make-up. Ich habs mit Rival deLoop versucht, mit Manhattan, mit Art Deco – aber nach spätestens 5 Stunden hing alles wieder in der Lidfalte. Die Lidschatten-Grundierung von Urban Decay ist die erste, die wirklich bei mir funktioniert. Ich liebe sie! Hoffentlich kommt die Marke echt bald nach Deutschland wie manche schon munkeln, mein Mini-Pöttchen ist bald leer.

2. bareMinerals Foundation

20140321-114807.jpg

Eigentlich mag ich keine Foundation. Es fühlt sich alles schmierig an, ich weiß nie, ob ich nicht mit schlecht verblendeten Streifen im Gesicht rumlaufe (meine Badbeleuchtung ist nicht grad ideal) und ich habe immer Angst um meine Schals, Halstücher und Hemdkragen. Die pudrige Foundation von bareMinerals ist die erste und einzige, die ich wirklich mag, weil sie nicht fühlbar ist und absolut natürlich aussieht. Sie ist zwar leicht transparent, macht mein Hautbild aber schon mal um einiges ebenmäßiger.

3. M.ASAM Hibiskus Volumen Booster

20140321-114816.jpg

Den mache ich immer vor dem Fönen ins Haar und kriege dadurch tatsächlich mehr Volumen. Und das, obwohl sonst NICHTS außer roher Gewalt bei meinen Haaren hilft (sprich: Spray oder Haarlack bis die Dinger steinhart sind). Top.